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nothweudig aufs Einzelne, das Wissen aber beruht ans der Erkennt-nis; des Allgemeinen. Wenn wir daher auch auf dem Mond uns be-fanden und sähen, daß die Erde vor den Mond sich stellte, so wüßtenwir doch nicht die Ursache der Verfinsterung. Wir würden nemlichzwar wahruehmen, daß der Mond sich verfinsterte, aber hätten nochkeineswegs eine Erkenntniß des Warum; denn die sinnliche Wahr-nehmung geht ja, wie gesagt, auf das Allgemeine. Jedoch aus derBeobachtung, daß dieses oft geschieht, könnten wir das Allgemeine ge-winnen und einen Beweis bekommen; denn aus einer Wiederholungdes Einzelnen wird das Allgemeine ersehen. Das Allgemeine aberist werthvoll, weil es die Ursache erzeugt; so ist also bei solchen Din-gen, wo die Ursache eine andere ist ^), die allgemeine Betrachtungs-weise wcrthvoller, als die sinnliche Wahrnehmung und als das bloßeDenken; was aber das Erste betrifft, so gehört dieß in eine andere Un-tersuchung.
So ist klar, daß es unmöglich ist, durch die sinnliche Wahrneh-mung etwas Beweisbares, Apodiktisches zu wissen, man müßte dennnur unter sinnlicher Wahrnehmung eben dieß verstehen, daß nian einWissen hat durch Beweis. Es wird indessen Manches, was in Streit-fragen vorkommt, ans einen Mangel der sinnlichen Wahrnehmung zu-rückgesührt. Denn manches würden wir nicht weiter untersuchen,wenn wir es mit Augen sähen, nicht als ob wir schon durchs Sehenein Wissen hätten, sondern von dem Gesichtspunkt aus, daß wir ausdem Sehen das Allgemeine gewinnen. Z. B. wenn wir sähen, daßdas Glas durchlöchert ist und das Licht hindurchdringt, so wäre damitklar, warum es brennt; das Sehen wäre zwar ein besonderes bei jedereinzelnen Wahrnehmung, aber es würde sich damit die Reflexion ver-binden, daß es so in allen Fällen ist.
Zweiunddrcißigstes Kapitel.
Verschiedenheit der Principicn.
Es ist unmöglich, daß die Principien für alle Schlüsse dieselbensind, was schon eine allgemeine logische Betrachtung zeigt. Nemlich
u Nicht dar Ding selber ist.