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Siebenundzwanzigstes Kapitel.
Unterschiede des Wissens in Beziehung auf Bestimmtheit.
Was das Verhältnis; der verschiedenen Wissenschaften zu einan-der betrifft, so ist das Wissen, welches zugleich das Daß und das Wa-rum enthält, genauer und früher als das Wissen des Warum allein,nicht aber ist das Wissen des Daß allein genauer als das des Warum;ferner ist das Wissen, welches nicht auf einen bestimmten Gegenstandsich bezieht, genauer, als das, welches auf einen bestimmten Gegen-stand geht, wie z. B. die Arithmetik gegenüber der Harmonik; fernerist das Wissen, welches aus weniger Elementen entsteht, besser alsdasjenige, welches noch einen Zusatz ") verlangt, wie z. B. die Arith-metik gegenüber der Geometrie. Was den Zusatz betrifft, so versteheich dieß so, daß z. B. die Einheit eine Substanz ohne Lage ist, derPunkt aber eine Substanz mit Lage; das letztere ist eben der Zusatz.
Achtundzwanzigstes Kapitel.
Einheit und Mehrheit der Wissenschaften.
Eine Wissenschaft ist das Wissen, welches auf Eine Gattung sichbezieht und das umfaßt, was aus den nemlichen Elementen hcrvor-geht und Theile oder Bestimmtheiten derselben an sich bildet. Dagegenhat man verschiedene Wissenschaften, wenn die Principien nicht densel-ben Ursprung haben und auch nicht aus einander hervorgehen. DenBeweis hiefür findet man, wenn man auf die unbeweisbaren Sätzezurückgeht, denn diese müssen zu ebenderselben Gattung gehören, wiedie bewiesenen. Und dieß wieder erklärt sich daraus, daß das durchdas Erste bewiesene in derselben Gattung und verwandt sein muß.
>) Etwas Materielles.