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denn die Beweise beschäftigen sich mit dem, was eine Gattung aus-drückt.
Ferner: wenn es sich nicht so verhält, daß Dieses Qualität vonJenem ist und Jenes wieder von Diesem, wenn also Dieses nichtQualität einer Qualität ist, so ist es unmöglich, daß Subjekt undPrädikat in solcher Weise von einander gegenseitig ausgesagt werden')-Vielmehr ist es zwar wohl möglich, etwas Wahres auszusagen, beideBegriffe aber gegenseitig von einander auszusagen ist nicht mög-lich. Man wird ja doch etwa die Substanz zum Inhalt der Aussagemachen, also entweder die Gattung oder einen Artunterschied des Aus-gesagten. Davon aber ist bewiesen, daß es nicht unendlich sein kann,weder nach unten noch nach oben. Z. B. der Mensch ist zweifüßig,dieses letztere ist Thier, dieses wieder ein Anderes; ebensowenig: dasThier Prädikat von Mensch, der Mensch Prädikat von Kallias undletzteres wieder Prädikat von einem Andern als sein Wesen. DieSubstanz nemlich kann man immer begrifflich bestimmen als von derund der Beschaffenheit, das Unendliche aber kann man nicht mit demDenken durchlaufen. Also gibt es kein Unendliches weder nach obennoch nach unten; denn die Substanz könnte man nicht definiren, vonwelcher das Unendliche ausgesagt würde. Handelt es sich also umBestimmung der Gattung, so können die Begriffe nicht von einanderausgesagt werden, sonst wäre etwas bezeichnet als das, was es ebenselber ist ^). Auch nicht beim Qualitativen oder den übrigen Kate-gorieen, wenn nicht die Aussage eine accidentelle Bestimmung enthält;denn dieß alles sind Accidentien und werden von den Substanzen aus-gesagt. Aber auch nach oben hin gibt es kein Unendliches; denn vonjeglichem wird etwas ausgesagt, was entweder ein Qualitatives be-zeichnet oder ein Quantitatives oder etwas dergleichen, oder das Sub-stantielle, dieses alles aber ist begrenzt, wie auch die Kategorieen selberbegrenzt find; es ist nemlich entweder Qualität oder Quantität oderRelation oder etwas Thuendes oder Leidendes oder ein Wo oder einWann. Es ist aber vorausgesetzt, daß eins von einem ausgesagtwerde, daß aber die Begriffe von einander nicht ausgesagt werden,
1) Man kann nicht sagen: ä. ist v, und: L ist L, sonst wäre L Prädikatseines Prädikats, Qualität einer Qualität.
2) läsm per iävui, Snbjekt und Prädikat müßten Wechselbegriffe sein.