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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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Begriffsreihe genommen wird, wie dieß auch bei dem Jrrthum mitVerneinung gesagt wurde; nothwendig nemlich muß der VordersatzV8 bleiben, wahrend sich umkehren läßt, und der Jrrthum istderselbe wie vorhin. Schließt man aber nicht durch den eigeuthüm-lichen Mittelbegriff, so wird, wenn v unter L. begriffen ist, der Vor-dersatz L. v wahr sein, der andere aber falsch; es ist nemlich möglich,daß ^ Mehrerem zukomme, was nicht untereinander begriffen ist ').Wenn aber v nicht unter ^ begriffen ist, so ist klar, daß dieser Vor-dersatz, L.O, immer falsch sein wird (denn er wird bejahend genom-men), der Vordersatz 1)8 aber kann sowohl wahr als falsch sein; esist nemlich wohl möglich, daß L. keinem v zukomme, O aber allem 8,z. B. Thier keiner Wissenschaft, Wissenschaft aber der Musik 2). Ebensoauch, daß L. keinem 8 und v keinem 8 zukomme ^). So ist klar,daß, wenn der Mittelbegriff nicht unter ^ begriffen ist, sowohl beideVordersätze falsch sein können als auch ein beliebiger von beiden.

Hieraus ist zu ersehen, in wie vielen Fällen und unter welchenVoraussetzungen es möglich ist, daß der Jrrthum im Schluß stattfindesowohl bei unmittelbaren Sätzen, als bei solchen, welche auf Beweisberuhen.

Achtzehntes Kapitel.

Die Juduction ist Grundlage des Wissens und beruht selber auf dersinnlichen Wahrnehmung.

Es ist aber auch klar, daß, wenn eine sinnliche Wahrnehmungfehlt, nothwendig auch ein Wissen fehlen muß, welches mau dann un-möglich gewinnen kann, wenn wir doch lernen entweder durch Jnduk-

>) Jedes Vieh v ist vierfüßigJeder Mensch v ist -in Bieh,

Jeder Mensch ist vierfüßig.

2) Jede Wissenschaft v ist ein Thier tt,Jede Musik U ist eine Wissenschaft,Jede Musik ist ein Thier,ö) Jeder Stein v ist ein Thier L,

Jede Wissenschaft v ist ein Stein,Jede Wissenschaft ist ein Thier.