Schlußsatz mit Nothweudigkei! zu beweise», das Accideutelle kauu jamöglicherweise nicht sei»; iu diesem Sinn nehme ich eben das Acciden-telle. Nun könnte man die Frage aufwerfcn, wie man daun überhauptdazu komme, in sülchen Füllen nach solchen Sätzen") zu sragen, wenndoch der Schlußsatz dabei nicht nothweudig ist; es hat ja doch keinenWerth, wenn man nach dem nächsten Besten fragt und daraus denSchlußsatz begründet. Allein wenn man darnach fragt, so muß mandies; nicht in dem Sinn thun, als ob etwas uothwendig wäre wegendes Gefragten, sondern weil, wer diese Sätze zugibt, auch das darausHervorgehende zugeben muß und zwar in richtiger Weise zugeben, wennjene Sätze richtig sind.
Da nun in jeglicher Gattung dasjenige nothweudig ist, was ansich ist und sofern es jegliches ist, so ist klar, daß die wissenschaftlichenBeweise sich beziehen aus dasjenige, was an sich ist, und daß sie ausau sich Seiendem hevorgehen. Das Accideutelle nemlich ist nicht noth-wendig, also muß mau dabei auch nicht wissen, warum der Schlußsatzgilt, auch nicht dann, wenn er zwar immer gälte, aber nicht an sich^),wie das z. B. der Fall ist bei Beweisen aus äußeren Zeichen. Indiesem Fall mag man das Ansich kennen, aber nicht als solches, alsAnsich, und ohne das Warum. Das Warum aber wissen ist soviel alswissen vermittelst des Grundes. An sich also muß sowohl der Mittel-begriff dem Dritten als auch das Erste dem Mittelbegriff zukommen.
Siebentes Kapitel.
Der Beweis darf nicht von einer Gattung auf eine andere übertragen
werden.
Man darf natürlich den Beweis nicht so führen, daß man voneiner Gattung zur andern übergeht, wie wenn mau z. B. einen geo-metrischen Satz durch Arithmetik beweisen wollte. Es sind nemlichdrei Stücke bei den Beweisen zu unterscheiden: erstens das, was be-wiesen wird, der Schlußsatz, dieser ist das, was irgend einer Gattung
Die nichts NothwendigeS enthalten.
2) Nicht aus an sich seienden, nothwendigen Prämisse» beruhte, wen» es nureine empirische Giltigkeit wäre.