überhaupt ein dieser, ein bestimmtes bezeichnet, ist das, maS es eigent-lich ist, nicht als ein Anderes. Also dasjenige, was nicht von einemSubjekt ausgesagt wird, nenne ich „an sich", was aber von einemSubjekt ausgesagt wird, accidentell. — Ferner in anderer Beziehungist das, was wegen seiner selbst einem andern zukommt, ein Ansich,was aber nicht wegen seiner selbst, ist accidentell; z. B. wenn es blizt,während einer geht, so ist dieß accidentell; denn es blizte nicht wegendes Gehens, sondern wir sagen: es ist zufällig geschehen. Wenn esaber wegen seiner selbst zukommt, so ist es „an sich"; z. B. wenn et-was, das geschlagen wird, stirbt, so stirbt es an dem Schlag, es stirbtja, weil es geschlagen wurde, es ist also nicht zufällig, nicht acciden-tell, daß es starb, als es geschlagen wurde. — Dasjenige also, wasbei dem schlechthin Wißbaren als „an sich" bezeichnet wird so, daß esin dem Ausgesagten enthalten ist oder daß das Ausgesagte in ihm ent-halten ist'), ist wegen seiner selbst und mit Nothwendigkeit. Denn esist nicht möglich, daß es nicht zukomme, entweder schlechthin oder dasihm Gegenüberstehende, wie z. B. der Linie das Gerade oder dasKrumme zukommt, der Zahl das Gerade oder das Ungerade. DasEntgegengesetzte nemlich ist entweder Beraubung oder Widerspruch in-nerhalb ebenderselben Gattung, wie z. B. das Gerade dasjenige ist,was nicht ungerad ist, bei den Zahlen, sofern es diesen zukommt. Alsowenn man bejahen oder verneinen muß, so muß nothwendig auch dasAnsich vorhanden sein.
Soweit zur Begriffsbestimmung des „von Allem" und des „An-sich" ; „allgemein" aber nenne ich dasjenige, was von allem gilt undzwar an sich und als solches, sofern es dieses ist. Es ist also klar, daßalles, was allgemein ist, mit Nothwendigkeit den Dingen zukommt.Das „Ansich" aber und das „als solches" ist eins und dasselbe; z. B.der Linie kommt „au sich" der Punkt und das Gerade zu, es kommtihr ja zu als Linie, sofern sic Linie ist. Dem Dreieck kommen zweiRechte zu, sofern es Dreieck ist; es ist ja das Dreieck „an sich" zweiRechten gleich. Das Allgemeine ist aber dann vorhanden, wenn es be-wiesen wird an dem nächsten Besten und an dem Ersten^); z. B. die
*) Die zwei ersten Arten des Ansich.
2) Demjenigen, von welchem es in erster Beziehung, in erster Linie gilt.