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Dieß>) aber müßte der Fall sein, wenn derjenige, welcher aus Grundeines Beweises etwas glaubt, nicht zuvor die Principien kennen würde;denn man muß doch die Principien, entweder alle oder einige, mehrsür wahr halten, als den daraus gezogenen Schluß. Um indessen einsolches Wissen zu gewinnen, welches auf Beweis beruht, ist es nichtbloß nöthig, die Principien mehr zu kennen und mehr sür wahr zuhalten, als das, was daraus bewiesen wird, sondern man muß auchdie höchste Ueberzeugung und Kenntniß dessen haben, was den Prin-cipien gegenübersteht, dasjenige, woraus ein Schluß sich ergibt, welcherden den Gegenstand bildenden Jrrthum enthält, — wenn doch der,welcher schlechthin weiß, unerschütterlich in seiner Ueberzeugungsein muß.
Drittes Kapitel.
Widerlegung der Ansicht, daß es kein Wissen gebe und daß sich alle»beweisen laste.
Einige sind der Ansicht, es gebe überhaupt kein Misten, weil manja die ersten Principien wissen müsse; Andere meinen, es gebe zwarein Wissen, dabei sei jedoch sür Alles ein Beweis möglich. Beide An-sichten sind weder wahr noch nothwendig. Diejenigen nemlich, welchedie Ansicht ausstellen, daß es überhaupt kein Wissen gebe, behaupten,man gehe ins Unendliche zurück, sie meinen, man könne eigentlich dasSpätere nicht auf Grund des Früheren wissen, da es ja kein Erstesdarunter gebe, — womit sie allerdings Recht haben; denn es ist un-möglich , das Unendliche zu durchlaufen. Und wenn man irgendwostehen bleibe und es Principien gebe, so seien diese doch unerkennbar,da es ja keinen Beweis für sie gebe, was doch allein das Wissen aus-mache, sei es aber nicht möglich, das Erste zu wissen, so sei es auchnicht möglich, das daraus Folgende zu wissen schlechthin und im eigent-lichen Sinn, sondern nur hypothetisch, aus Grund einer Annahme,
'1 Daß man nemlich das, was man eigentlich nicht weiß, d. h. die Prin-cipien, siir gewisser hielte, als daS was man weiß, nemlich das aus den Prin-zipien Bewiesene,