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nicht, baß jede Zweiheit gerat» ist, sondern man beschränkt dieses Wis-sen auf die Zweiheit, von welcher man werk, daß sie eine Zweiheit ist.Nun aber weiß man doch das, wovon man den Beweis hat resp. em-pfangen hat, empfangen aber hat man ihn nicht etwa von jedem, vonwelchem man speciell weiß, daß es ein Dreieck oder daß es eine Zahlist, sondern schlechthin von jeder Zahl und jedem Dreieck; denn keinVordersatz wird in dem Sinn gefaßt, daß er sich nur bezöge aus dieZahl, welche du kennst, oder auf die geradlinige Figur, welche dukennst, sondern er ist ganz allgemein zu verstehen. Indessen kann mannach meiner Ansicht ganz wohl sagen: was man lerne, das wisse manin gewisser Beziehung, in anderer Beziehung wisse man es nicht; esist kein Widerspruch, wenn man das, was man lernt, in gewisser Be-ziehung schon kennt; ein Widerspruch wäre nur, wenn man es in derund der bestimmten Beziehung kennen wollte, also eben in der Bezie-hung und in der Weise, wie man es erst kennen lernt.
Zweites Kapitel.
Vom Wissen und Beweis und den nothwendigen Bedingungen desselben.
Wir glauben etwas zu wissen, — schlechthin, im Gegensatz zuder sophistischen Weise, welche sich nur auf das Accidentelle bezieht —wenn wir die Ursache zu kennen glauben, auf welcher die Sache beruht,wenn wir also wissen, daß dieß die Ursache von dem Betreffenden istund daß dieses nicht anders sich verhalten kann, Es ist klar, daß dasWissen etwas von dieser Art ist; was nemlich das Verhältniß dernicht Wissenden und der Wissenden zu einander betrifft, so glaubendie elfteren, daß sie sich so verhalten, die letzteren verhalten sich wirk-lich so. Wovon es also schlechthin ein Wissen gibt, das kann sich un-möglich anders verhalten. Ob eS nun »och eine andere Art des Wis-sens gibt, davon wollen wir später') reden, zunächst sagen wir, daßman auch vermittelst des Beweises weiß. Unter einem Beweis versteheich einen wissenschaftlichen Schluß, wissenschaftlich aber nenne ich einenSchluß, vermöge dessen wir etwas wissen, eben dadurch daß wir ihn
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