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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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daß das andere dem Mittelbegriff zukomnie. Z. B. wenn zu ^6 dasMittelglied 6 ist, so zeigt man vermittelst 6, daß ^ dem 8 zukommt.Aus diesem Weg entsteht die Induktion. Z. B. ^ soll sein lang-lebend, 8 ohne Galle, 6 das einzelne Lauglebende, etwaMensch oder Pferd oder Maulthier. Nun kommt dem ganzen 8 zu;denn alles, was ohne Galle ist, ist langlebend, aber auch 8, ohne Gallesein, kommt allem 6 zu. Wenn man nun 0 mit 8 umkehrt und 0nicht über den Mittelbegriff hinausgeht, so muß ^ dem 8 zukommen ').Es ist nemlich früher gezeigt worden, daß, wenn zwei Begriffe Einemund demselben Dritten zukommen und mit dem einen jener beiden dasSüßere Glied umgekehrt wird, alsdann dem Umgekehrten auch dasandere der Prädikate zukommen muß. Man muß übrigens im Augebehalten, daß 6 etwas bedeutet, was aus allen denkbaren Einzeln-dingen besteht, denn die Induktion wird durch Alles zu Stand ge-bracht.

Ein solcher Schluß gehört zu dem ersten Vordersatz, welcher kei-nen Mittelbegriff hat. Denn wo ein Mittelbegriff ist, wird eben ver-mittelst des Miltelbegriffs geschlossen, wo aber kein Mittelbegriff ist,durch Induktion. Und so steht in gewisser Beziehung die Induktiondem Schluß gegenüber; während nemlich der Schluß durch den Mittel-begriff beweist, daß der Oberbegriff dem Unterbegriff zukommt, zeigtdie Induktion durch den Unterbegriff, daß der Oberbegriff dem Mittel-begriff zukommt. Seinem Wesen nach ist der Schluß mit Mittelbegriffder frühere und bekanntere, für uns aber ist der Beweis durch Induk-tion der wahrscheinlichere.

>> Jeder Mensch, Pferd u. s. f. 6 ist langlcbend X,

(Jeder Mensch, Pserd u. s. f. ist ohne Galle L.)

Umgekehrt:

Was ohne Galle ist, ist Mensch, Pferd u. s. f., also:

Was ohne Galle ist, ist langlebend.

2) Nemlich was gerade im einzelne» Fall unter den betreffende» Gattungs-begriff gehört.