Vermeidenden. Also auch beide zusammen, L, 6 zu 68. Da aberÄ6 besser ist, so ist Gleichheit nicht möglich, sonst wäre ja 8V ebensovorzüglich. Wenn aber v vorzüglicher ist alsÄ., so ist auch 8 wenigerzu fliehen als 0, denn das Geringere steht dem Geringeren gegenüber.Vorzüglicher ist aber das größere Gut und das geringere Nebel gegen-über dem kleineren Gut und dem größeren Nebel und somit ist dasGanze, 88, vorzüglicher als ÄrO. Nun aber ist dich nicht der Fall.Also ist Ä, vorzüglicher als 8 und also ist 0 weniger zu meiden als8. Wenn also jeder Liebende als solcher eine solche Gesinnung desGeliebten, daß dieser ihm zu Willen ist (diese Gesinnung — Ä.), unddas nicht zu Willen sein (— 0) vorzöge dem zu Willen sein (— 8)und dabei nicht so gesinnt sein, daß er ihm zu Willen sein möchte(— 8), so ist klar, daß so gesinnt sein, vorzüglicher ist als das zuWillen sein. Also ist Geliebtwerden in der Liebe vorzüglicher als dersinnliche Genuß. Also geht die Liebe mehr auf Freundschaft als aussinnlichen Genuß. Geht sie aber darauf am allermeisten, so ist dies;auch ihr Ziel. Also ist der sinnliche Genuß entweder gar nicht dabeioder er dient nur dem Geliebtwerden; denn so ist es auch bei denandern Begierden und Künsten i).
Dreimldzwlmzigstes Kapitel.
Von der Induktion.
Hiemit ist klar, wie die Begriffe sich verhalten bei der Umkeh-rung und in Beziehung auf die Frage, welche zu vermeiden, welche zubegehre» sind. Wir müssen nun weiter davon reden, daß nicht bloßdie dialektischen und apodiktischen Schlüsse vermittelst der angegebenenFiguren zu Stand kommen, sondern auch die rhetorischen, und über-haupt jede überzeugende Darlegung, auf welchem Weg sie vor sichgehen mag. Denn wir werden immer überzeugt entweder durch einenSchluß oder durch Induktion.
Die Induktion nun und der auf Induktion ruhende Schluß be-steht darin, daß man vermittelst des einen Äußeren Glieds schließt,
) Daß ihr eigentliches Wese» in ihrem Ziel beruht.