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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
Seite
187
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Dreilmdvicrzigstes Kapitel.

Von der Auslösung der Schlüsse, welche eine Definition enthalten.

Wenn die aus eine Definition bezüglichen Ausdrücke aus eineneinzelnen von den im Begriff enthaltenen Punkten gerichtet sind, somuss man einen Begriff setzen, der sich eben ans den behandelten Punktbezieht, nicht aber den ganzen zusammengesetzten Ausdruck; es wirddann weniger Vorkommen, daß man durch die Länge verwirrt wird;z. B. wenn man beweist, daß das Wasser eine trinkbare Flüssigkeitist, so muß man baldFlüssigkeit" baldtrinkbar" als Begriffe setzen.

Vieruudvierzigstes Kapitel.

Von der Auflösung der hypothetischen und der auf das Unmöglichezurückgeführten Schlüsse.

Was ferner die hypothetischen Schlüsse betrifft, so darf maunicht versuchen, diese ans die Figuren zurückzuführen; denn eine solcheZurückführnng ist aus dem dabei Gegebenen nicht möglich. Sie sindncmlich nicht durch einen Schluß bewiesen, sondern sind allein vermit-telst einer Uebcreinkunft zugegeben. Z. B. wenn man annimmt,wenn es eine einzige Fähigkeit nicht gibt für das Entgegengesetzte, sogibt es auch nicht eine einzige Wissenschaft dafür," und dann beweist,daß nicht jedes Vermögen auf das Entgegengesetzte sich bezieht, wiez. B. aus das Gesunde und Kranke; denn sonst wäre gesund und krankEines und dasselbe. Nun ist zwar durch Schluß bewiesen, daß es nichtein einziges Vermögen gibt für alles Entgegengesetzte, aber es ist nichtbewiesen, daß es nicht eine einzige Wissenschaft dasür gibt. Und dochist es nothwendig, dieß zuzngebcn, jedoch nicht auf Grund einesSchlusses, sondern einer Hypothese. Diesen Schluß also kann mannicht zurückführen, wohl aber das, daß das Vermögen nicht ein ein-ziges ist; denn dieses letztere läßt sich wohl als ein Schluß betrachten,jenes aber nur als Hypothese.

Und ähnlich ist es auch bei den Schlüssen, welche vermittelst des