nomischen Beweise finden kann. Und ebenso verhält eS sich mit jederandern Kunst und Wissenschaft. Also wenn man das in jedem einzel-nen Fall thatsächlich Vorhandene aufgefaßt hat, dann ist es unsereSache, sofort die Beweise fertig ans Licht zu stellen. Wenn nemlichbei der empirischen Untersuchung nichts außer Acht gelassen wordenist von demjenigen, was den Dingen wirklich zukommt, dann werdenwir im Stande sein, in jedem Fall, wo es einen Beweis gibt, einensolchen zu finde» und aufzuzeigen, wo aber der Natur nach kein Be-weis möglich ist, diese Unmöglichkeit nachzuweisen.
Damit ist im Allgemeinen dargelegt, auf welche Weise man dieVordersätze auszuwählen hat; genauer haben wir dieß auseinander-gesetzt in den Untersuchungen, welche sich mit der Dialektik beschäf-tigen ').
Einunddreißigstes Kapitel.
Vom Gebrauch und Mißbrauch der Eintheilung.
Daß die Eintheilung vermittelst der Gattungen nur ein unbe-deutender Theil der dargelegten Methode ist, ist leicht einzusehen; eserweist sich nemlich die Eintheilung gewissermaßermaßen als einschwacher Schluß; was nemlich bewiesen werden soll, das wird postulirtund es wird immer etwas von den höheren Begriffen geschlossen. Zu-nächst wurde nun eben dieser Umstand außer Acht gelassen von allenDenjenigen, welche die Eintheilung anwendeten, und sie versuchten einBeweisverfahren aufzustellen von dem Gedanken aus, daß es möglichsei, hinsichtlich der Substanz und des eigentlichen Wesens einen Beweiszu geben. Sie begriffen also weder, daß auf diese Weise, vermittelstder Eintheilung, geschloffen werden könne, noch daß dieses Schließenauf die von uns angegebene Weise vor sich geht^). Bei den Beweisennun muß, wenn der Schluß auf ein einfaches Sein gehe» soll, derMittelbegriff, durch welchen der Schluß zu Stande kommt, immer demUmfang nach weniger sein, als der erste äußere Begriff und nicht all-gemein von diesem gelten, die Eintheilung aber will das Gegentheil
In den loxie».
2) Nemlich »ermittelst einer xetitio xrinoixit.