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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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auf dem angegebenen Weg alle Schlüsse zu Stande zu bringen, son-deru auch daß es auf anderem Weg nicht möglich ist. Denn es ist ge-zeigt worden, daß jeder Schluß vermittelst einer der angegebenen Figu-ren zu Stande lammt, diese Figuren aber lassen sich auf keine andereWeise bilden als durch das den Begriffen Beigelegte, und das, welchemdiese Begriffe beigelegt werden; daraus entstehen die Vordersätze unddie Gewinnung des Mittelbegriffs, so daß also aus anderem Weg keinSchluß gebildet werden kann.

Dreißigstes Kapitel.

Allgemeine formelle Anwendung dieser Methode.

Die Methode ist also immer dieselbe, in der Philosophie wie inirgend einer Kunst und Wissenschaft; man muß »emlich immer aufdasjenige sehen, was zukommt und welchem cs zukommt, hinsichtlichbeider Begriffe des Schlußsatzes, und solcher Bestimmungen muß manmöglichst viele haben und nun diese vermittelst der drei Begriffe ge-nauer betrachten, beim aufstellenden Verfahren auf diese, beim wider-legenden auf jene Weise; bei einem als wahr angenommenen Satz ausdem, was als wirklich seiend bestimmt ist, bei den dialektischen Schlüssenaus den nur angenommenen Vordersätzen. Die Principien der Schlüssesind im Allgemeinen dargelegt worden, wie sie sich verhalten und answelche Weise man sie gewinnen muß, daß man nemlich nicht aus alles,was ausgesagt wird, scheu darf, auch nicht aus eines und dasselbebeim Behaupten und beim Widerlegen, daß man ferner beim Behaup-ten nicht behaupten darf von Allem oder wieder von einem Theil undbeim Widerlegen verneinen von Allem oder wieder einem Theil; viel-mehr muß man auf eine kleinere Zahl von bestimmten Punkten sehenund in jedem Fall unter dem, was da ist, eine Auswahl treffen, wiewenn es sich vom Guten oder vom Wissen handelt. Es gibt aber beijedem Gegenstand eigenthümliche Principien. Daher ist es denn Sacheder Erfahrung, die in jedem einzelnen Fall vorhandenen Principienanzugeben, ich meine z. B. so, daß die astronomische Erfahrung diePrincipien der astronomischen Wissenschaft anzugeben hat; man mußnemlich zuerst die Erscheinungen genügend auffassen, ehe man die astro-