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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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Begriffen also ergibt sich ein Schlußsatz, nemlich entweder oder 0oder I) oder sonst etwas anderes. Ist der Schlußsatz L, so ergibt sichalso dieser Schlußsatz lediglich aus , wenn aber 6V sich so zu ein-ander verhalten, daß sie resp. Ganzes und Thcil bilden, so wird auchaus ihnen ein Schluß sich ergeben und dieser Schluß ist entweder Loder oder L oder sonst etwas anderes. Ist es L oder oder L,so hat man damit entweder mehrere Schlüsse oder wir haben den Fall,in welchem, wie oben gesagt, die Herstellung Eines Schlusses ausmehr Begriffen möglich ist '); ist aber der Schlußsatz ein ganz ande-rer, und weder L noch ^ noch L, so hat man eine Mehrheit vonSchlüssen, welche unter sich gar keine Verbindung haben. Verhalt sichaber 6 gar nicht so zu v, daß ein Schluß daraus möglich ist, so habendiese Prämissen gar keinen Zweck, sofern man nicht etwa eine Induk-tion oder einen verstärkten Schluß oder sonst etwas dergleichen be-zweckt. Folgt aber aus nicht bl, sondern irgend ein andererSchlußsatz und aus Ov entweder eines von jenen beiden oder sonstetwas anderes, so hat man eine Mehrheit von Schlüssen und nichtEinen Schluß, welcher auf den anfänglichen Satz sich bezieht, denn deranfänglich gesuchte Schluß war ja D. Wenn sich aber aus Ov keinSchlußsatz ergibt ^), so würde die Herbeiziehung von Ov ganz zweck-los sein und der Schluß gienge gar nicht auf das anfänglich Gesetzte.Es ist also klar, daß jeder Beweis und jeder Schluß zu Stande kommtdurch nicht mehr als drei Begriffe.

Ist nun dieses unbestreitbar, so ist ferner klar, daß der Schluß-satz aus zwei und nicht mehr Vordersätzen sich ergibt; denn die dreiBegriffe bilden zwei Vordersätze, sofern man nicht etwas weiteres dazunimmt "ff, wie dieß früher ausgeführt worden ist, um die Schlüsse voll-ständig zu machen. Man sieht also: in einem Schlußverfahren, in wel-chem die Vordersätze nicht der Zahl nach gerade sind, durch welche dereigentliche Schluß gewonnen wird, um welchen es sich handelt (es müs-sen nemlich die vorangehenden Schlußsätze dann wieder Vordersätze

>) Das prosyllogistische Verfahren.

2) Nemlich L oder u, so aber, daß diese nur für sich genommen werden,ohne daß b! daraus solgt.

3) Welcher Lv ist oder mit LL und so mit L zusammenhängt.

Nemlich die Umkehrung der Vordersätze,