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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
Seite
156
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man voran?, wa? nicht zu beweisen ist '). So ist klar, baß in jedemSchluß die allgemeine Bestimmung vorhanden sein muß und daß dasAllgemeine sich ergibt, wenn alle Vordersätze allgemein gefaßt sind,das Partikuläre aber so oder so ^), also, wenn der Schlußsatz allgemeinsein soll, so müssen auch die Vordersätze allgemein sein, sind aber dieVordersätze allgemein, so ist es möglich, daß der Schlußsatz nicht all»gemein ist. Es ist ferner klar, daß in jedem Schluß entweder beideVordersätze oder doch der eine derselben dem Schlußsatz gleichartig seinmuß. Unter dieser Gleichartigkeit verstehe ich nicht bloß das, daß hierund dort Bejahung und Verneinung, sondern auch das, daß hier unddort nothwendiges, resp. einfaches und denkbares Sein enthalten ist.Man muß aber auch die übrigen Arten der Aussage berücksichtigen.

Es ist nun aber auch im allgemeinen klar, wann ein Schluß statt-sindet und wann nicht, ferner wann der Schluß möglich und wanner vollständig ist, und ferner, daß, wenn ein Schluß staltfinden soll,die Vordersätze sich in einer der angegebenen Weisen verhalten müssen.

>> Die Figur hiezu ist diese:

Das gleichschenklige Dreieck ado. Zu beweisen, daß ^ ^ 8;

auszugehen von dem Satz: daß zwei Winkel in einem Kreis, welche aus demselbenHalbkreis oder Segment stehen, einander gleich sind und daß Gleiches von Gleichemabgezogen Gleiches gibt. Nach diesen allgemeinen Voraussetzungen ist der Beweisfolgender: <L g- 6> (8 -j- v), 6 0, folglich (L -si 6) L <8 -si v> v, also L^-8.

2) D. h. mögen beide Vordersätze oder mag nur der eine allgemein ge-faßt sei».

3) Oxx. vollständig, von der Art, daß er nur auf indirektem Weg hergestelltwerden kann.