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Wenn aber der verneinende Vordersatz nothwendig ist, so wirbder Schlußsatz darauf gehen, daß etwas einigem denkbarerweise undeinfach nicht zukommt. Man nehme an, daß ^ dem 6 nothwendig nichtzukomme, daß aber 8 allem 0 denkbarerweise zukomme. Kehrt mannun den bejahenden Satz 86 um, so erhält man die erste Figur undder verneinende Satz ist dabei nothwendig. Wenn sich aber die Vor-dersätze so verhielten, so war die Folge, daß einigem 0 sowohl denk-barerweise als einfach nicht zukomme, also muß auch einigem 8 nichtznkommen >). Wenn aber die Verneinung dem Untersatz beigegeben ist,und dieser ein denkbares Sein enthält, so erhält man einen Schlußdurch Andersfassung des Vordersatzes wie früher 2), ist aber der Un-tersatz nothwendig, so gibt es keinen Schluß, denn cs kommt dann et-was dem andern nothwendig ganz und denkbarerweise gar nicht zu.Begriffe für den positiven Fall seien Schlaf, schlafendes Pserd, Mensch,für den negativen Fall: Schlaf, wachendes Pferd, Mensch ^).
Aehnlich wird es sich verhalten, auch wenn der eine Begriff all-gemein, der andere partikulär zum Mittelbegriff sich verhält; sind nein«lich beide Vordersätze bejahend, so enthält der Schlußsatz das denkbare,nicht das einfache Sein, und so auch, wenn der eine Vordersatz beja-hend, der andere verneinend ist, und dabei der bejahende nothwendigist; ist aber der verneinende Vordersatz nothwendig, so wird auch der
(ES ist nothwendig, daß jeder Mensch ein Thier ist, umgekehrt) IES ist nothwendig, daß einige Thiere Menschen sind,
Es ist denkbar, daß einige Thiere nicht weiß sind.
Es ist nothwendig, daß kein Mensch ei» Stein ist,
<Es ist denkbar, daß jeder Mensch weiß ist, umgekehrt):
ES ist denkbar, daß einiges Weiße ein Mensch ist.
Einiges Weiße ist kein Stein.
2) ES ist nothwendig, daß jeder Mensch ein Thier ist,
<ES ist denkbar, daß kein Mensch weiß ist — anders gefaßt):
Es ist denkbar, daß jeder Mensch weiß ist,
Es ist denkbar, daß einiges Weiße ein Thier ist.
^) Es ist denkbar, daß jeder Mensch schläft,
ES ist nothwendig, baß kein Mensch ein schlafendes Pferd ist,
Es ist nothwendig, daß jedes schlafende Pferd schläft.
— ES ist denkbar, daß jeder Mensch schläft,
Es ist nothwendig, daß kein Mensch ein wachendes Pferd ist,
ES ist nothwendig, baß kein wachendes Pferd schläft,