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Ebenso wird es sich verhalten bei den partikulären Schlüssen.Wenn nemlich der bejahende Vordersatz ein einfaches Sein enthält, mager allgemein oder partikulär gefaßt sein, so gibt es keinen Schluß;was ebenso und vermittelst derselben Begriffe gezeigt werden kann wieoben; wenn aber der verneinende Satz ein einfaches Sein enthält, sogibt es einen Schluß vermittelst der Umkehrung wie oben '). Ferner:wenn beide Vordersätze verneinend gefaßt sind und der das einfacheNichtsein enthaltende Vordersatz allgemein ist, so ergibt sich unmittel-bar aus den Vordersätzen nichts Nothwendiges, kehrt man aber dendas denkbare Sein enthaltenden Vordersatz um, wie oben, so erhältman einen Schluß ^). Wenn aber der verneinende Satz das einfacheSein enthält und partikulär gefaßt ist, so gibt es keinen Schluß, magdabei der andere Vordersatz bejahend oder verneinend sein; auch nicht,wenn beide Vordersätze unbestimmt oder bejahend oder verneinend oderpartikulär gefaßt sind. Der Beweis ist immer derselbe und geschiehtvermittelst derselben Begriffe.
Neunzehntes Kapitel.
Von den Schlüssen der zweiten Figur aus einem apodiktischen undeinem problematischen Vordersatz.
Wenn der eine Vordersatz ein nothwendiges Sein, der andereein denkbares Sein enthält und dabei der verneinende Vordersatz noth-wendig ist, so gibt es einen Schluß, nicht nur aus ein denkbares Nicht-sein , sondern auch auf ein einfaches Nichtsein; ist aber der bejahendeVordersatz nothwendig, so gibt es keinen Schluß. Nehme man an, daß-t. nothwendig keinem 8 zukomme, aber denkbarerweise dem ganzen 0zukomme. Kehrt man nun den verneinenden Vordersatz um, so wird
>) (Kein Mohr ist weiß, Umkehrung): Kein Weißes ist ein Mohr,
Es ist denkbar, daß einige Mensche» weiß sind,
ES ist denkbar, daß einige Menschen keine Mohren sind.
2) Kein Mohr ist weih,
iEs ist denkbar, daß einige Menschen nicht weiß sind, Umkehrung:)ES ist denkbar, daß einige Menschen weih sind,
Es ist denkbar, daß einige Menschen keine Mohren sind.