einfaches Nichtsein enthält, 66 aber ausdrückt, daß das Nichtseindenkbar ist; dann ergibt sich unmittelbar durch die so gefaßten Vorder-sätze nichts Nothwendiges, kehrt man aber den das Denkbarsein ent-haltenden Vordersatz um, so erhält man einen Schluß. Man setzenemlich, daß ^4 keinem 6 zukomme, und setze als denkbar, daß 6keinem 0 zukomme. Hieraus ergibt sich nichts Nothwendiges, setztman aber als denkbar, daß 6 allem 6 znkomme, was auch richtig ist,und bleibt der Vordersatz -4.8 derselbe, so erhält man wieder denselbenSchluß ^). Setzt man aber, daß 8 dem ganzen 6 einsach nicht zu-komme, — anstatt: es sei denkbar, daß es ihm nicht zukomme — soerhält man in keiner Weise einen Schluß, mag der Vordersatz ^48 ver-neinend oder bejahend sein. Gemeinsame Begriffe für das nothwendigeZukommen seien: weiß, Thier, Schnee, für das Nichtzukommen: weiß,Thier, Pech^).
So ergibt sich also: wenn die Begriffe allgemein gefaßt sind undvon den Vordersätzen der eine ein einfaches Sein, der andre ein denk-bares Sein ausdrückt, und zwar, wenn der Untersatz das denkbareSein enthält, dann gibt es immer einen Schluß, nur das einemal ausden Vordersätzen unmittelbar, das andremal durch Umkehrung desVordersatzes. Wann der eine und der andre Fall eintritt, und auswelchem Grund, haben wir angegeben. Wenn aber von den Vorder-sätzen der eine allgemein, der andre partikulär gefaßt ist, und zwarwenn der Obersatz allgemein und problematisch gefaßt ist, — mag erverneinend sein oder bejahend — der Untersatz aber partikulär be-jahend und ein einfaches Sein ausdrückend, dann gibt es einen voll-ständigen Schluß, wie wenn die Begriffe allgemein gefaßt sind. Der
^ Nichts weißes ist schwarz,
(Es ist denkbar, daß kein Mensch weiß ist, dafür:)Es ist denkbar, daß jeder Mensch weiß ist,
Es ist denkbar, daß kein Mensch schwarz ist.
2) a. Es ist denkbar, baß jedes (kein) Thier weiß ist,Kein Schnee ist ein Thier,
Jeder Schnee ist nothwendig weiß,d. Es ist denkbar, daß jedes (kein) Thier weiß ist,Kein Pech ist ein Thier,
Jedes Pech ist nothwendig nicht weiß.