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Fünftes Kapitel.
Von dm Schlüssen der zweiten Figur.
Wenn aber derselbe Begriff dem einen ganz, dem andern garnicht zukommt, oder jedem von beiden ganz oder gar nicht, so nenneich die so gebildete Figur die zweite Figur; Mittelbegriff ist darin der-jenige Begriff, welcher von beiden ausgesagt wird, äußere Glieder sinddiejenigen, von welchen der Mittelbegriff ausgesagt wird, Oberbegriffist derjenige Begriff, welcher zunächst bei dem Mittelbegriff steht,Unterbegriff derjenige, welcher vom Mittelbegriff entfernter ist. DerMittelbegriff wird außerhalb der äußeren Begriffe gesetzt und hat dieerste Stelle'). Bei dieser Figur nun gibt es in keiner Weise einenvollständigen Schluß, möglich aber wird ein Schluß sein, möge» nundie Begriffe allgemein oder nicht allgemein gesetzt sein. Sind sie all-gemein, so gibt es einen Schluß, wenn der Mittelbegriff dem einen derandern Begriffe ganz, dem andern gar nicht zukommt, zu welchem vonbeiden auch die Verneinung gesetzt werde; sonst aber gibt es keinenSchluß. Es soll nemlich L'I ausgesagt sein von keinem X, wohl abervon dem ganzen X?); da nun die Verneinung sich umkehren läßt, sowird X keinem N zukomMen; nun ist die Voraussetzung, daß Ll demganzen X zukomme, also kommt X dem X zu, wie dieß oben gesagtworden ist 3). Ferner: wenn Äl dem ganzen X, aber keinem X
^ Dieß wird deutlich aus dem Schema:
L. (Mittelbegriff) ist N (Oberbegriff),
L ist 6 (Unterbegriff),
N ist 6.
2) bl ist Mittelbegriff, 8 Oberbegriff, X Unterbegriff.
5) Kein Stein ist ein Thier,
Jeder Mensch ist Thier,
Kein Mensch ist ein Stein.
Mit Umkehrung der Negation:
Kein Thier ist ei» Stein,
Jeder Mensch ist ein Thier,
Kein Mensch ist ein Stein.
So ist der Schluß — Nro. 2 der ersten Figur und ähnlich lassen sich die Schlüsseder zweite» Figur auf Schlüsse der ersten Figur zurückführen.