88
Weise, der andre in partikulärer Weise sich je zum andern verhalten;wenn nun das Allgemeine zum Oberbegriff gesetzt wird, entweder be-jahend oder verneinend, das Besondere aber zum Unterbegriff be-jahend, dann muß nothwendig ein vollständiger Schluß sich ergeben;wenn aber das Allgemeine zum Uuterbegriff gesetzt wird, oder die Be-griffe sich auf eine andre Weise verhalten, dann kann unmöglich einSchluß herauskommen. Unter Oberbegriff verstehe ich denjenigen Be-griff, in welchem der Mittelbegriff enthalten ist, unter Unterbegriffdenjenigen, welcher unter den Mittelbegriff subsumirt wird. Es sollalso-^ dem ganzen 8 zukommen, 8 aber einigem 0; wenn nun „vomganzen ausgesagt werden" in dem oben angegebenen Sinn genommenwird, so mnß ^ einigem 0 zukommen'). Und wenn keinem 8 zu-kommt, 8 aber einigem 0, so mnß nothwendig ^ einigem 0 nicht zu-kommen ^); denn auch das ist bestimmt worden, wie wir den Ausdruck„keinem zukommen" verstehen; so wird sich also in beiden Fällen einvollständiger Schluß ergeben. Ebenso aber auch, wenn 80 unbestimmtund bejahend ist, denn der Schluß wird sich in derselben Weise ergeben,mag es unbestimmt oder in partikulärer Weise genommen sein.
Wenn aber zu dem Unterbegriff das Allgemeine gesetzt wird,entweder bejahend oder verneinend, so wird kein Schluß sich ergeben,mag der unbestimmte oder partikuläre Vordersatz verminend oder be-jahend sein, z. B. wenn ^ einigem 8 zukommt oder nicht zukommt,8 aber allem 0 zukommt; die Begriffe für den Fall des Zukommenssollen sein: gut, Zustand, Einsicht, für das Nichtzukommen: gut, Zu-stand, Unwissenheit ^). Ferner wenn 8 keinem 0 zukommt, L aber
*) Jedes Gut ist rvünschenswerth,
Einiges Vergnügen ist ein Gut,
Einiges Vergnügen ist rvünschenswerth.
*) Kein UeScl ist wünschenswcrth,
Einiges Vergnügen ist ein Nebel,
Einiges Vergnügen ist nicht rvünschenswerth.
2) Einige Zustände sind (nicht) gut,
Jede Einsicht ist ein Zustand,
Jede Einsicht ist gut.
— Einige Zustände sind (nicht) gut,
Jede Unwissenheit ist ein Zustand,
Keine Unwissenheit ist gut.