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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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zur Aussage hinzugefügt wird, immer und durchaus eine Bejahung,wie wenn man sagt: es ist nicht-gut, oder: es ist nicht-weiß, oder ganzeinfach: es ist nicht-dieses. Auch dieß wird im Folgenden noch nach-gewiesen werden. Hinsichtlich der Umkehrung aber wird es bei diesenUrthcilen gerade so sein wie bei den andern bejahenden.

Viertes Kapitel.

Die Lehre von den Schlüssen. Die Schlüsse der ersten Figur.

Nach diesen Bestimmungen wollen wir nunmehr zeigen, wodurch,wann und wie jeder Vernunftschluß zu Stande kommt; vom Beweisreden wir sodann später. Wir müssen nemlich, ehe wir vom Beweissprechen, den Schluß behandeln, weil dieser das Allgemeinere ist; esist nemlich zwar der Beweis eine Art des Schlusses, nicht aber ist derSchluß immer ein Beweis.

Also wenn drei Begriffe sich so zu einander verhalten, daß derletzte im ganzen mittleren und der mittlere im ganzen ersten ist, odernicht ist, so muß nothwendig aus den zwei äußersten Begriffen einvollständiger Schluß gebildet werden können. Den mittleren Begriff,Mittelbegriff, nenne ich denjenigen, welcher selbst in einem andern undin welchem wieder ein andrer ist; dieser Begriff ist auch seiner Stel-lung nach der mittlere'); die äußeren Begriffe (Glieder) nenne icherstens den, welcher in einem andern ist, zweitens den, in welchem einandrer ist. Wenn nemlich L, von dem ganzen 8 gilt und 8 von demganzen 0 (bez.: wenn das ganze 8 ^ ist und das ganze 6 8) so mußnothwendig ^ von dem ganzen 0 gelten (das ganze 0 muß L. sein); wiedasvom ganzen" zu verstehen ist, ist oben gesagt worden. Ebensowenn ^ von keinem 8 gilt und 8 vom ganzen 0, so kommt ^ keinem 0

') Sofern nemlich bei Aristoteles eine andre Form zu Grund liegt als beiunsrer Art zu schließen; wir sagen:

L ist L, 6 ist L, also 0 ist L.

Aristoteles dagegen sagt:

tt gilt von L, v gilt von 6, also L gilt von 6.

Mit L wirb nun immer der Mittclbegrtfs bezeichnet, mit L der Oberbegriff,mit 6 der Uilterbegriff.