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ihm zukommen lassen, als die, welche das ihm Zukommende ihm nichtzukommen lassen) vielmehr sind die widersprechenden Aussagen diejeni-gen, in welchen die Täuschung enthalten ist. Die Täuschung aberkommt aus dem, aus welchem das Werden kommt; das Werden aberkommt aus dem Widersprechenden '), also auch die Täuschung 2). Fer-ner wenn das Gute sowohl gut ist als auch nicht schlecht, und das einedas Ansich ausdrückt, das andre etwas Accidentelles, (denn daß dasGute nicht schlecht ist, ist für es etwas Accidentelles) und wenn fernerbei jedem Ding die Vorstellung des Ansich wahrer ist, so ist auch diefalsche Vorstellung eine Vorstellung des Ansich, wenn ja auch die wahreeine solche ist. Die Vorstellung nun, daß das Gute nicht gut ist, isteine falsche Vorstellung, welche sich auf das an sich Seiende bezieht, dieVorstellung aber, daß das Gute schlecht ist, bezieht sich auf das Acci-dentelle. Daraus wird nuu folgen, daß in Beziehung auf das Gutemehr falsch die durch die Verneinung ausgedrückte Vorstellung ist, alsdie Vorstellung des Entgegengesetzten. Nun ist in Beziehung auf jedesDing derjenige am meisten im Jrrthum, welcher die Vorstellung hat,welche dem Wesen des Dings entgegengesetzt ist, da das Entgegenge-setzte demjenigen angehört, was in Beziehung auf dasselbe am meistenverschieden ist. Ist nun von den genannten Vorstellungen die eine zwarentgegengesetzt, die andere aber, nemlich die durch die Verneinung ans-gedrückte, noch entgegengesetzter, so ist klar, daß die letztere den eigent-lichen Gegensatz ausdrückt. Die Vorstellung aber, daß das Gute schlechtsei, ist eine zusammengesetzte; denn man muß da doch zugleich auch dieVorstellung haben, daß das Gute nicht gut sei.
Ferner wenn es doch auch sonst überall sich ebenso verhaltenmuß, so wird man wohl annehmen dürfen, daß dieß auch auf unfernFall zutreffe; denn das Wesen des Widerspruchs ist entweder überall
1) Jedes Werden ist ein Uebergang von einem Entgegengesetzten zum andern,vom Nichtsein zum Sein.
2) Das Werden der vergänglichen Ding« ist die Quelle der Täuschung da-durch, daß es auf dem Entgegengesetzten beruht, daher beruht auch die Täuschung<daß ich von einem Ding mir das seinem Wesen Entgegengesetzte vorstelle) auf demEntgegengesetzten und daher sind die entgegengesetzten Sätze diejenigen, in welchendie Täuschung ist.
H Daß nämlich die Verneinung den eigentlichen Gegensatz bildet.