neinung des letzteren Zusammengehen, sofern man ja entweder bejahenoder verneinen muß, also wenn nicht das „Sein möglich", so das„Sein unmöglich", somit wäre das „Sein nothwendig" das „Seinunmöglich" , was doch offenbar ein Widerspruch ist. Nun geht aberferner mit dem „Sein möglich" zusammen das „Sein nicht unmög-lich", mit diesem aber „Sein nicht nothwendig" *), wovon die Folgewäre, daß „Sein nothwendig" wäre — „Sein nicht nothwendig",was doch ein Widerspruch ist. Allein auch das „Sein nothwendig"geht nicht zusammen mit dem „Sein möglich", und ebensowenig das„Nichtsein nothwendig"; denn dem einen (dem Möglichen) kann mög-licherweise beides 2) zukommen, während bei den beiden andern (demNothwendigen und Nichtnothwendigen) es sich so verhält, daß, welchesvon beiden nun wahr sein mag, jedenfalls nicht mehr beides, Sein undNichtsein, wahr ist. Denn „Sein möglich" und „Nichtsein möglich"kann zugleich stattfinden; ist aber das Sein oder das Nichtsein noth-wendig, so ist nicht mehr beides möglich. Somit bleibt nur übrig, daßdas „Nichtsein nicht nothwendig" zusammengehe mit „Sein möglich"und dieses gilt auch von „Sein nothwendig". Es ist nemlich auch die-ser Sah „Nichtsein nicht nothwendig" der Widerspruch zu demjenigen,welcher mit dem „Sein nicht möglich" zusammengeht; denn mit die-sem geht zusammen das „Sein unmöglich" und „Nichtsein nothwen-dig", hievon aber ist die Verneinung das „Nichtsein nicht nothwen-dig". So ergibt sich also ein Zusammengehen auch zwischen diesenWidersprüchen in der angegebenen Weise und bei dieser Zusammen-stellung kommt man auf nichts Unmögliches ^).
Man könnte nun aber Schwierigkeiten erheben hinsichtlich derFrage, ob mit dem „Sein nothwendig" das „Sein möglich" zusam-mengeht. Denn wenn letzteres nicht der Fall ist, so muß der Wider-spruch damit Zusammengehen, nemlich das „Sein nicht möglich", undwenn man dagegen sagen wollte, es sei dieß nicht der Widerspruch, somüßte man dafür sagen das „Nichtsein möglich". Aber beides, „Seinnicht möglich" und „Nichtsein möglich" kann nicht mit Wahrheit von
») S. Tab. i.
2) Sein und Nichtsein.
2) Hiernach wäre in der obigen Tabelle die Asnderung zu treffen, daß I 4und III 4 vertauscht würden.