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Einheit vermittelst der Verbindung. Bei jedem Behauptungssatz istunerläßlich das Verbum resp. eine Bildungsform des Verbums; denndas Wort „Mensch" ist noch kein Behauptungssatz, wenn man nicht„ist" oder „war" oder „wird sein" u. dgl. hinzusügt. Der Grundaber, weshalb eine Einheit entsteht, und nicht ein Aggregat vonVielerlei, wenn ich sage: Thier, mit Füßen versehen, zweifüßig, istanderswo') näher zu untersuchen; bloß darauf, daß mau die Wortein unmittelbarer Folge ausspricht, kann die Einheit freilich nichtberuhen.
Der Behauptungssatz nun ist Einer, wenn er entweder Einesausdrückt oder wenn er zur Einheit verbunden ist; eine Mehrheit vonSätzen haben wir, wenn Vieles bezeichnet wird und nicht Eines oderwenn die Verbindung fehlt.
Was das Nomen oder Verbum für sich betrifft, so dürfen wir bloßsagen, daß es etwas nenne, es ist bloß ein sagen; es ist nicht möglich,durch diesen bloßen Laut etwas so auszudrücken, daß man eine Be-hauptung ausstellt, mag nun einer fragen2) oder nicht, vielmehr derSagende dabei beginnen. Die einfache Behauptung nun besteht darin,daß man etwas von einem aussagt oder ihm abspricht; die aus deneinfachen Behauptungen zusammengesetzte ist dann sofort eine zusammen-gesetzte Rede. Die einfache Behauptung ist ein Laut, der etwas bedeu-tet in Beziehung darauf, daß etwas ist oder nicht ist, je nach demUnterschied der Zeiten.
Sechstes Kapitel.
Bejahung, Verneinung, Gegensatz.
Bejahung ist eine Behauptung, welche einem etwas beilegt,Verneinung ist eine Behauptung, welche einem etwas abspricht. Nunist es möglich, das Seiende zu behaupten als nicht seiend, das Nicht-seieude zu behaupten als seiend, das Seiende zu behaupten als seiend
*) In der Metaphysik.
Bei der Antwort auf eine Frage ist eben aus der Frage das Nöthige zuergänzen, sonst würde die Antwort, welche nur ein Nomen enthält, keine Behaup-tung sein.