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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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vorhanden ist, so gibt es nichts, was zwischen ihnen in der Mitte läge.Dagegen bei denjenigen Dingen, von welchen nicht nothwendig daseine oder andere vorhanden sein muß, gibt es immer ein in der MitteLiegendes; z. B. Krankheit und Gesundheit sind ihrer Natur nach imKörper eines Thiers und cs muß nothwendig das eine oder anderevon beiden im Körper des Thiers vorhanden sein, entweder Krankheitoder Gesundheit. Gerad und Ungerad wird von der Zahl ausgesngt,und es muß nothwendig das eine oder andere von beiden der Zahl zu-kommen, entweder gerad oder ungerad. Bei all diesem gibt es nichtsin der Mitte Liegendes, nichts zwischen Gesundheit und Krankheit undnichts zwischen Gerad und Ungerad. Dagegen bei denjenigen Dingen,bei welchen nicht nothwendig das eine oder andere vorhanden sein muß,gibt es ein Mittleres, z. B. schwarz und weiß ist seiner Natur nachin einem Körper, aber es ist nicht nothwendig, daß das eine oder an-dere einem Körper znkomme, denn es ist ja nicht jeder Körper entwederweiß oder schwarz. So wird gut und schlecht vom Menschen ansgesagtwie von vielem Anderem; es ist aber nicht nothwendig, daß das eineoder andere demjenigen znkomme, von welchem es ausgesagt wird,denn nicht alles ist entweder gut oder schlecht. Bei diesen gibt es nunallerdings ein Mittleres, z. B. zwischen dem Schwarzen und Weißenliegen in der Mitte das Grane, das Blasse und derartige Farben,zivischeu dem Guten und Schlechten das, was weder gut noch schlechtist. Bei manchen Dingen gibt es nun übliche Namen für das in derMitte Liegende, wie z. B. das zwischen schwarz und weiß Liegendegrau, blaß u. dergl. genannt wird; bisweilen aber ist es nicht thnn-lich, das in der Mitte Liegende durch einen üblichen Namen zu bezeich-nen , sondern man bestimmt es durch die Verneinung der beiden ein-ander entgegengesetzten Glieder, so sagt man z. B.: was weder gut nochschlecht, was weder gerecht noch ungerecht ist.

Beraubung und Haben werden immer ausgesagt von einem unddemselben, wie z. B. das Gesicht und die Blindheit ansgesagt werdenvom Auge; im allgemeinen kann man sagen: von demjenigen, in wel-chem das Haben von Natur sein kann, kann das eine und das andereansgesagt werden. Von demjenigen, was des Habens fühig ist, sagenwir, es sei beraubt, in dem Fall, wenn etwas in demjenigen, in wel-chem es von Natnr ist und zu der Zeit, wo es von Natur darin sein