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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
Seite
31
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rader Linie liegen, das Ranhe darin, daß der eine Theil hervorragt,, der andere znrücksteht.

1 Vielleicht könnte man auch noch eine andere Art von Qualitäten

ausfindig machen, jedenfalls aber sind die bisher aufgesnhrten im we-i sentlichen diejenigen, welche am häufigsten zur Anwendung kommen.

^ Was wir also genannt haben, sind Qualitäten; mit einer Qna-

I lität begabt, so und so beschaffen ist das, was in abgeleiteter Weisenach den Qualitäten benannt, oder sonst auf irgend eine Weise nach; denselben bezeichnet ist. Es gibt nun bei den meisten, ja fast beiallen Qualitäten Bezeichnungen, die unmittelbar von denselben abge-leitet sind, wie z. B. von Weiße weiß abgeleitet ist, von Grammatik^ Grammatiker, von der Gerechtigkeit gerecht u. s. f. Bei manchen Qna-1 litäten aber ist eine derartige Ableitung nicht möglich, weil für die's Qualitäten kein Name üblich ist; z. B. Läufer oder Faustkämpfer wird

s einer genannt mit Beziehung auf ein physisches Vermögen, allein diese

' Namen sind von keiner Qualität abgeleitet, denn es sind keine übliche! Namen vorhanden für die Qualitäten, vermöge welcher dieselben alsi so und so beschaffen bezeichnet werden, wie es Namen gibt für die Wis-! senschaften, nach welchen ihnen die Eigenschaften als Fanstkämpfer oder! als Ringkämpfer beigelegt werden; denn man spricht von einer Wis-senschaft des Faustkampss oder des Ringkampfs und von diesen anssind nun die Wörter gebildet, durch welche den Betreffenden eine be-> stimmte Qualität beigelegt wird. Bisweilen aber ist zwar ein üblicher! Name vorhanden, aber man leitet doch von demselben nicht ein unmit-' telbar dazu gehöriges Eigenschaftswort ab, z. B. zuSelbstbeherr-schung" gehört etwa das Eigenschaftswortmaßvoll" >), denn wer, Selbstbeherrschung hat, wird maßvoll genannt, nicht aber wird voni Selbstbeherrschung unmittelbar ein Eigenschaftswort abgeleitet. Dochist dieser Fall nicht häufig. So werden also, um anszudrücken, daßetwas so und so beschaffen sei, Wörter abgeleitet von den genanntenQualitäten oder sonstwie nach denselben gebildet,s Beim Qualitativen findet nun auch eine Entgegensetzung statt, so

ist z. B. die Gerechtigkeit entgegengesetzt der Ungerechtigkeit, die Weißeentgegengesetzt der Schwärze u. s. f. und dasselbe ist der Fall bei denvon ihnen abgeleiteten Eigenschaftswörtern, wie z. B. das Ungerechte

'> Arist. gebraucht cr^>kr^ und <57rov<k«iÄ5.