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die Qualitäten ausgenommen hat, etwa selbst etwas gelitten hätte, sooder so assicirt worden wäre; denn der Honig heißt nicht deßwegensüß, weil er so oder so assicirt worden, und ebenso wenig ist cs sonstso. Ebenso nennt man Wärme und Kälte leidende Qualitäten nichtweil dasjenige selbst, was die Qualität in sich ausgenommen hat, ir-gendwie assicirt worden ist, sondern weil jede der genannten Qualitä-ten an den Sinnen irgend ein Leiden, eine Affektion hervorbringt, deß-wegen nennt man diese Qualitäten leidende; denn die Süßigkeit bringteine Affektion hervor am Geschmackssinn, die Wärme am Tastsinnu. s. f. Dagegen Weiße und Schwärze und die übrigen Farben heißennicht ganz ans demselben Grund leidende Qualitäten, wie das bisherGenannte, sondern deßhalb, weil sie ans einen: Leiden, einer Nffektionhcrvorgegangen sind. Es ist klar, daß viele Veränderungen der Farbeauf irgend einer Affektion beruhen: z. B. es wird einer roth, weil ersich schämt, es wird einer bleich, weil er Angst bekommt u. s. f. Alsoauch wenn einer von Natur derartige Affektionen erleidet 9, so mußer wohl in Folge von gewissen physischen Zuständen die entsprechendeFarbe haben; denn derselbe körperliche Zustand, welcher jetzt eben beimSich-schämen eingetreten ist, kann möglicherweise auch auf der physi-schen Beschaffenheit beruhen und ganz derselbe sein wie im crsterenFall, so daß also die Aehnlichkeit der Farbe in der Natur begründetist. Qualitäten nun nennt man diejenigen Zustände solcher Art, welcheaus gewissen schwer beweglichen und bleibenden Affektionen hervorge-gangen sind. Denn wenn Blässe oder Schwärze in der ganzen physi-schen Constitution begründet ist, so spricht man von Qualitäten, —denn auf Grund hievon sagt inan, cs sei so und so beschaffen, — undebenso gebraucht man den Namen Qualität auch dann, wenn die glei-chen Wirkungen, nemlich Blässe oder Schwärze, durch eine langwierigeKrankheit oder durch Hitze verursacht worden sind, so aber, daß sie nichtleicht zu entfernen sind oder gar das ganze Leben lang bleiben; in die-sem Fall sagt man wie in: ersten, es sei einer so und so beschaffen.
Was dagegen aus leicht wieder verschwindenden oder schnell ver-
') D. h. wen» einer bleibend eine rothe Farbe hat, so muß dich ähnlichekörperliche Ursachen haben (nur Ursachen bleibender Art), wie das einmalige, vor-übergehende Rothwerden.