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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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zu welchem cs in Beziehung steht. Dies; ist klar auch aus der Sacheselbst. Z. B. wenn jemand von diesem bestimmten Ding weist, das; esetwas Relatives ist, wenn ferner das Sein des Relativen identisch istmit irgend welcher Beziehung auf ein Anderes, so weiß er auch jenesAndere, zu welchem das erste in irgend welcher Beziehung steht; dennwenn er überhaupt nicht weiß, zn welchem das elftere in irgend wel-cher Beziehung steht, so kann er auch nicht wissen, ob es zu einem An-dern in irgend welcher Beziehung steht. Diest wird klar, wenn maudas Einzelne ins Auge faßt: z. B. wenn jemand von diesem bestimm-ten Ding in bestimmter Weise weist, daß es ein Doppeltes ist, so weister auch unmittelbar damit in bestimmter Weise, von was es das Dop-pelte ist; denn wenn er nicht weiß, daß es das Doppelte von irgendetwas Bestimmtem ist, so weiß er auch überhaupt nicht, ob es ein Dop-peltes ist. Ebenso wenn er weiß, daß dieses bestimmte Ding schönerist, so must er uothwendig eben damit auch in bestimmter Weise wissen,welchem Ding gegenüber es schöner ist. Von einem unbestimmten Wis-sen, daß dieses schöner ist als ein häßlicheres, kann dabei keine Redesein, denn dann wäre cs eine Vorstellung, aber kein Wissen; denn erwüßte ja dann nicht genau, daß es schöner ist als ein Häßlicheres.Es kann ja möglicherweise nichts da sein, was häßlicher wäre, als dasSchönere '). Somit ergibt sich als ganz uothwendig: wenn jemandetwas von dem Relativen in bestimmter Weise weiß, so muß er auchdasjenige, zu welchem es in Beziehung steht, in bestimmter Weise wis-sen. Was nun den Kopf, die Hand u. dgl. betrifft, was alles Sub-stanzen sind, so ist es wohl möglich, jedes seinem Wesen und Begriff»ach in bestimmter Weise zu wissen, ohne daß mau deßwegen auchdasjenige wissen muß, zu welchem es in Beziehung steht; denn wessenKopf dieser Kopf ist oder wessen Hand diese Hand, braucht man deß-wegen nicht bestimmt zu wissen. Woraus sich ergibt, daß diese Dingenicht zum Relativen gehören. Sind aber diese nichts Relatives, dannkann man wohl mit Recht sagen, daß keine Substanz in die Kategoriedes Relativen gehört. Doch ist es nicht leicht, über solche Fragen eineentschiedene Erklärung abzugeben, man muß diese Dinge einer wieder-

^ Er hat also nur eine allgemeine Vorstellung von Vergleichung, aber leinbestimmtes, concretes Wissen.