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Thier oder eine Wahrnehmung ist, wornach also anzunehmen ist, daßdas Wahrnehmbare früher ist als die Wahrnehmung.
Eine schwierige Frage ist nun aber die, ob keine Substanz znmRelativen gehört, wie man wohl annehmen muß, oder ob es zulässigist, einige von den zweiten Substanzen zum Relativen zu rechnen. Beiden ersten Substanzen versteht es sich von selbst, diese können wederim ganzen noch in ihren einzelnen Theilen znm Relativen gehören.Denn der einzelne bestimmte Mensch ist nicht der bestimmte Menschjemandes, noch ist der einzelne bestimmte Stier der bestimmte Stier je-mandes. Und ebenso ist es auch bei den'Theilen: die bestimmte Handist nicht die bestimmte Hand jemandes, sondern eben die Hand jeman-des und der bestimmte Kopf ist nicht der bestimmte Kopf jemandes,sondern eben der Kopf jemandes. Ebenso ist es nun auch bei den zweitenSubstanzen, wenigstens bei den meisten: z. B. der Mensch heißt nichtMensch jemandes, der Stier heißt nicht Stier jemandes, das Holz nichtHolz jemandes, sondern man sagt hievon: Besitz, Eigsuthnm jeman-des. Bei derartigen Begriffen nun ist cs klar, daß sie nicht in die Ka-tegorie des Relativen gehören, dagegen bei manchen Substanzen derzweiten Ordnung kann man im Zweifel sein, z. B. der Kopf heißt Kopfjemandes, die Hand heißt Hand jemandes n. s. f., so daß also wohldiese Begriffe znm Relativen zu gehören scheinen. Ist nun unsre De-finition des Relativen richtig, so ist es entweder sehr schwer oder ge-radezu unmöglich zu beweisen, daß keine Substanz in die Kategoriedes Relativen gehört; ist aber jene Definition nicht ganz richtig, mußman vielmehr sagen: das Relative ist dasjenige, dessen Sein identischist mit irgend welcher Beziehung auf ein Anderes, dann könnte wohlauf jenen Zweifel etwas Bestimmteres gesagt werden. Die frühere De-finition trifft zwar wohl auch zu bei allein Relativen, allein der eigent-liche Begriff des Relativen liegt doch nicht darin, daß es als das, wases eben ist, bezeichnet wird in Beziehung auf ein Anderes '). Hierausergibt sich nun folgendes: wenn man etwas Relatives in bestimmterWeise weiß, so muß man auch dasjenige in bestimmter Weise wissen,
Die zweite Definition geht tiefer, sie trifft das eigentliche Wesen des Re-lativen, bei der ersten Definition ist cs mehr die subjektive Anschauung des Aus-sagenben, welche zu Grund liegt.