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sich dieser Satz, daß das Relative seiner Natur nach zu gleicher Zeitsei, nicht aus alles Relative anwenden, z. B. vom Wißbaren muß manwohl sagen, daß es früher sei als das Wissen. Denn insgemein sindja die Gegenstände vorher vorhanden, ehe wir das Wissen derselbenbekommen, nur bei Wenigem oder eigentlich bei gar nichts kann manfinden, daß das Wissen zugleich mit dem Wißbaren entsteht. Fernerhebt die Aushebung des Wißbaren das Wissen auf, nicht aber wirdumgekehrt das Wißbare aufgehoben durch die Aufhebung des Wissens,denn wenn kein Wißbares ist, ist auch kein Wissen (es mußte ja dannein Wissen von nichts sein), dagegen wenn auch kein Wissen ist, kanndoch ganz wohl ein Wißbares sein; so ist es z. B. bei der Quadraturdes Kreises: ist diese überhaupt wißbar, so ist doch bis jetzt kein Wis-sen davon vorhanden, mährend die Quadratur doch an sich wißbar ist.Ferner wenn das Thier ') aufgehoben wird, wird kein Wissen sein,Wißbares aber kann noch in Menge da sein. Ebenso verhält es sichmit den Gegenständen der Wahrnehmung: denn das Wahrnehmbarewird doch wohl früher sein als die Wahrnehmung. Denn die Auf-hebung des Wahrnehmbaren hebt zugleich auch die Wahrnehmung auf,nicht aber wird umgekehrt durch die Aushebung der Wahrnehmungauch das Wahrnehmbare ausgehoben. Die Wahrnehmungen nemlichsind am Körper und im Körper, wird nun das Wahrnehmbare auf-gehoben, so ist damit auch der Körper aufgehoben, sofern ja auch derKörper zum Wahrnehmbaren gehört, ist aber der Körper nicht mehr,so ist damit auch die Wahrnehmung aufgehoben; woraus also folgt,daß die Aufhebung des Wahrnehmbaren auch die Aufhebung der Wahr-nehmung ist. Dagegen wird das Wahrnehmbare nicht aufgehobendurch Aushebung der Wahrnehmung; ist nemlich das Thier aufgehoben,so ist damit zwar die Wahrnehmung aufgehoben, das Wahrnehmbarekann aber immer noch bestehen, nemlich Körper, Warmes, Süßes, Bit-teres und alle sonstigen Gegenstände der Wahrnehmung. Ferner: dieWahrnehmung entsteht zugleich mit dem Wahrnehmenden; denn Thierund Wahrnehmung entstehen zugleich, dagegen das Wahrnehmbare istfrüher als eine Wahrnehmung ist; nemlich Feuer, Wasser u. dergl.,woraus auch das Thier besteht, sind noch früher, als überhaupt ein
>) Zm weitesten Sin» als Subjekt des Wissens.