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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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des Zweifüßlers n. dgl., so ist die Umkehrung uichl möglich, denn dieBezeichnung ist dann nicht ganz zutreffend.

Ferner: wenn man bei einem Begriff ganz genau dasjenige an-gibt, zu welchem er in Beziehung steht, wenn man von allem Andernabstrahirt, was nur äußerlich, accidentell ist und nur dasjenige stehenläßt, wozu er eigentlich in Beziehung steht, dann wird immer die Re-lation stattfinden; z. B. wenn man den Sklaven in Beziehung setztzum Herrn und dabei von allem Andern abstrahirt, was dem Herrnsonst etwa znkommt, z. B. daß er seinem Begriff nach zweifüßig, daßer für Wissen empfänglich, daß er ein Mensch ist, wenn man also nurdas stehen läßt, daß er Herr ist, dann wird immer der Sklave zu ihmrichtig ins Verhältniß gesetzt werden, denn der Sklave ist Sklave desHerrn. Wenn aber das andre Glied der Relation nicht richtig ange-geben wird, nicht so, daß man von allem Andern abstrahirt und alleindasjenige stehen läßt, zu welchem das erste Glied im Verhältniß steht,dann wird die Relation nicht stattfinden. Man sage z.B.: Sklave desMenschen, und: Flügel des Vogels, man abstrahire beim Menschendavon, daß er wesentlich Herr ist, dann kann man den Sklaven nichtmehr als Correlativum zum Menschen setzen, denn wenn kein Herr daist, ist auch kein Sklave da. Ebenso abstrahire man beim Vogel davon,daß er beflügelt ist, dann wird der Flügel nicht mehr als etwas Rela-tives gelten können; denn wo nicht ein beflügeltes Wesen ist, wird auchkein Flügel eines Wesens da sein. Es ist also unerläßlich, daß mandas andere Glied der Relation ganz genau bezeichne. Ist nun ein üb-liches Wort schon vorhanden, so ist die Bezeichnung einfach; ist aberkeines vorhanden, so muß man eben ein Wort machen. Verfährt manjo bei der Bezeichnung, so ist klar, daß bei den beiden Gliedern derRelation immer eine Umkehrung stattfinden kann.

Von den Gliedern der Relation gilt ferner, daß sic ihrer Naturnach zu gleicher Zeit sind und dieß trifft in der That bei den meistenwirklich zu. Denn das Doppelte ist zugleich mit dem Halben und wennein Halbes ist, ist auch ein Doppeltes, ferner wenn ein Herr ist, istauch ein Diener und wenn ein Diener ist, ist auch ein Herr u. s. s.Ferner heben die Glieder sich gegenseitig aus: denn wenn kein Dop-peltes ist, ist kein Halbes und wenn kein Halbes ist, ist kein Doppel-tes und so ist es bei allem Andern, was von dieser Art ist. Doch läßt