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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
Seite
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Qualitatives. Die Art dagegen und die Gattung bezeichnen das Quali-tative mit bestimmter Beziehung auf die Substanz, denn sie bezeichnendie Substanz als eine Substanz von der und der Qualität. Dabei hatwieder die Bestimmung durch die Gattung einen weiteren Umfang alsdie Bestimmung durch die Art; denn werThier" sagt, umfaßt mehr,als werMensch" sagt.

Den Substanzen kommt ferner das zu, daß ihnen nichts entgegen-gesetzt ist. Denn was könnte denn der ersten Substanz entgegengesetztsein, also z. B. dem und dem bestimmten Menschen oder dem und dembestimmten Thier? Diesen ist offenbar nichts entgegengesetzt. Aberauch dem Menschen oder dem Thier im allgemeinen ist nichts entgegen-gesetzt. Dies; kommt nun aber nicht ausschließlich der Substanz zu,sondern auch noch vielem Andern, wie z. B. dem Quantitativen; denndem Zweielligen oder Dreielkigen ist nichts entgegengesetzt, ebensowenig der Zehnzahl oder sonst etwas derartigem; man müßte dennnur annnchmen, Nick habe sein Entgegengesetztes in Wenig, oder Großin Klein. Wo aber das Quantitative ein bestimmtes ist, da ist ihmnichts entgegengesetzt.

Ferner gilt von der Substanz, daß sie kein Mehr und Wenigerannimmt. Damit meine ich nicht das, daß nicht eine Substanz in höhe-ren; Grad Substanz sein kann als eine andere, denn daß dies; wirklichder Fall ist, ist bereits bemerkt worden, sondern das; von jederSubstanz das, was sie ihrem Begriff nach ist, nicht mehr oder wenigerausgesagt werden kann. Z. B. wenn diese bestimmte Substanz Menschist, so wird sie nicht bald mehr bald weniger Mensch sein, weder imVerhältnis; zu sich selbst, noch im Verhältnis; zu einem Andern; es istja nicht so, das; der Eine mehr Mensch wäre als der Andere, so wiedas eine Weiße mehr weis; ist als das andere Weiße, und das eineSchöne mehr resp. weniger schön als das andere Schöne. So kannman auch sagen, es sei etwas mehr oder weniger als es selbst, z. B.von dem Körper, welcher weis; ist, kann man sagen, er sei jetzt mehrweis; als vorher, und von dem Körper, welcher warm ist, er sei jetztmehr resp. weniger warm als vorher. Dagegen ans die Substanz trifftein solches Mehr oder Weniger gar nicht zu; man kann nicht sagen,ein Mensch sei jetzt mehr Mensch als vorher und dasselbe gilt von