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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
Seite
7
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Drittes Kapitel.

WaS von einem Prädikat ausgesagt wird, kann auch von dem Subjektdesselben ansgesagt werden, dagegen sind die Prädikate verschieden, wodie Subjekte der Gattung nach verschieden sind.

Wenn etwas von einem Andern ausgesagt wird, von demselbenals seinem Subjekt prädicirt wird, so kann alles, was von dem Prä-dikat ansgesagt wird, auch von dem Subjekt ausgesagt werden; z. B.Mensch" wird ausgesagt von dem und dem bestimmten Menschen,Thier" ') aber wird ausgesagt von Mensch im allgemeinen; folglichwird auch von dem und dem bestimmten Menschen das PrädikatThier" ansgesagt werden können; denn der bestimmte Mensch, derMensch in oonorsto, ist sowohl Mensch als Thier.

Sind die Gattungen verschieden und nicht im Verhältnis; derUnterordnung zu einander stehend, so sind auch die unterscheidendenMerkmale, welche die Arten angeben, verschieden, wie z. B. beiThier"undWissenschaft"; dieUnterschiede des Thiers nemlich sind: auf Füße»gehend (und hier wieder z. B. auf zwei Füßen gehend), beflügelt, imWasser lebend; der Wissenschaft aber kommt von diesen Unterschiedenkeiner zu; es unterscheidet sich eine Wissenschaft von einer andernWissenschaft nicht z. B. durch die Zweifüßigkeit. Stehen dagegen dieGattungen im Verhältnis; der Unterordnung zu einander, so könnendie Unterschiede ganz wohl dieselben sein; denn das Höhere wird vonden untergeordneten Gattungen ansgesagt, wornach also die Unter-schiede des Prädikats auch von dem Subjekt ausgesagt werden können.

Viertes Kapitel.

Aufzählung der zehn Kategoricen. Diese enthalten an und für sichnoch keine Bejahung.

Das, was nicht in irgend einer Verbindung ausgcsagt wird,bezeichnet immer entweder eine Substanz oder eine Quantität oder

*)Thier" hier überall im weiteren Sinn, wornach es den Menschen in sichbegreift, rrvimai.