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Dinge selber sein oder ihre Formen. Das erstere nun aber istnicht möglich, denn nicht der Stein selbst ist in der Seele, son-dern seine Fm'm, seine Idee. Man kann also die Seele mit derHand vergleichen; auch die Hand ja ist ein Werkzeug der Werk-zeuge, so auch der Geist die Form der Formen oder Ideen unddie Wahrnehmung die Form des Wahrnehmbaren'). Da nunkein Ding, wie es scheint, getrennt für sich ist neben den wahr-nehmbaren Größen, so ist das Denkbare in den Formen desWahrnehmbaren, sowohl die abstrakten Gedanken, als das, wasZustände und Eigenschaften des Wahrnehmbaren ausdrückt. Unddeßwegen kann man nichts erkennen noch begreifen ohne etwaswahrzunehmen, und wenn man betrachtet (im abstrakten Denken),muß man nothwendig zugleich eine Vorstellung betrachten; denndie Vorstellungen sind gewissermaßen Wahrnehmungen, nur ohneMaterie. Es ist aber eine Vorstellung etwas Anderes als Be-hauptung und Verneinung; denn eine Vereinigung der Gedankenist das Wahre und Falsche. Was aber die ersten Gedanken be-trifft, worin soll ihr Unterschied von den Vorstellungen liegen?Sie sind aber wohl gar nicht für Vorstellungen zu halten, nursind sie nicht ohne Vorstellungen^).
Neuntes Kapitel.
Von den Ursachen der Ortsbewcgung.
Die Seele der Thiere ist ihrem Begriff nach wesentlich durchzwei Vermögen bestimmt; das eine ist das unterscheidende, welches
Wie die Hand bas Werkzeug ist, welches zum Gebrauch der andern kiinst-lichen Werkzeuge nöthig ist, so ist der Geist die (innere, immanente) Form, welchezur Auffassung der Formen der Dinge nöthig ist, und so auch die Wahrnehmungals Vermögen für das Wahrnehmbare.
2) Welche bei Behauptung und Verneinung stattfindet.
Daß die Gedanken nicht ohne Wahrnehmung sein können, hat Arist. nurals eine Behauptung gewisser Philosophen hingestellt. Hier widerlegt er nun dieseAnsicht, welche auf Sensualismus hinauSlicfe. Die „erstell Gedanken" sind dieersten Abstraktionen, wenn man z. B. vom einzelnen zur Art und Gattung über-geht. Diese find nicht selbst Vorstellungen, sie beruhen bloß aus Vorstellungen,l«och weiter aber von Vorstellung und sinnlicher Wahrnehmung entfernt sind di?allgemeinen, reinen Begriffe, wie das Eins, das Seiende u. s. w.