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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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Zeit und der Länge nach ein Zusammenhängendes ist. Der Punktund jede Trennung und das in dieser Weise Einfache wird ge-rade in derselben Weise deutlich wie das Gegenthcil davon, undso ist es überhaupt bei Allem, z. B. in der Erkenntuiß desSchlechten oder des Schwarzen: man erkennt es gewissermaßendurch sein Gegentheil. Es muß aber das Erkennende der Potenznach und nicht eines von den beiden Entgegengesetzten sein'). Wennaber der Geist keinem andern Seienden gcgenübersteht, so erkennter sich selbst und ist wahrhaft aktuell und ganz für sich ^). Wäh-rend nun aber die positive wie die negative Aussage etwas aneinem Gegenstand aussagt und immer wahr oder falsch sein kann,ist dieß bei der Vernunft nicht immer der Fall, vielmehr dieAussage der Vernunft über das Was, mit Beziehung auf deneigentlichen Begriff, ist wahr, es ist in diesem Fall nicht einebeliebige Aussage über etwas Beliebiges, vielmehr wie das Sehendes eigenthümlichen Gegenstandes, z. B. des Weißen, wahr ist,Während es nicht immer wahr ist, ob das Weiße ein Mensch istoder nicht, so verhält es sich bei Allem, was ohne Materie ist ^).

Siebentes Kapitel.

Das Denken als Quelle der Vorstellungen von gut und bös.

Das aktuelle Wissen ist eins und dasselbe mit seinem Gegen-stand. Das potenzielle Wissen aber ist der Zeit nach früher indem Einzelnen, im Ganzen aber nicht früher, auch nicht der Zeitnach; denn alles Werdende ist aus einem aktuell Seienden. Offen-bar ist aber das Wahrnehmbare dasjenige, welches aus dem Wahr-nehmungsorgan als einem potenziellen ein aktuelles macht; insofern

1) zeis kv kevcee vgl. Torstrik. Der Geist ist der Potenz nach die Erkennt-niß von beidem, schwarz und weiß, aber er ist noch nicht das eine oder andre.

2) Wenn er das Aeußere durch Erkenntuiß sich angeeignet hat, nichts mehrsich gegenüberstehen hat, so kehrt er zu sich selbst zurück und verliest sich in sichselbst zu wahrhaster, sür sich selbst seiender Aktualität.

Der reine einheitliche Begriff, ganz abgesehen von aller Materie, ist dieeigentliche Domäne des Geistes, hier erkennt er die Wahrheit, wie die Sinne dieWahrheit der ihnen specifisch zukommenden vbjekte erkennen.