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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
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Stumpfnasige, sofern es mit einem Zusammenhängenden verbun-den ist'), der reine Begriff aber wenn doch zu unterscheidenist zwischen dem Begriff des Geraden und dem Geraden in oon-orsto wird durch ein Anderes erkannt, denn eine Zweiheit istanzunehmen. Also erkennt die Seele jedes durch ein Andres odersich anders Verhaltendes. Und überhaupt, wie die Dinge vonder Materie getrennt werden können 2), so auch dasjenige, womitdie Vernunft es zu thun hat.

Eine weitere Frage ist nun, bei der Voraussetzung, daß dieVernunft etwas einfaches, keinem Leiden unterworfenes ist, undmit nichts etwas gemein hat, wie Anaxagoras sagt, wie esdann zu erklären ist, daß sie denkt, da ja doch, wie man annimmt,das Denken ein Leiden, ein Afficirtwerden ist. Sofern nemlichbeiden etwas gemeinsam ist, scheint das eine zu wirken, das an-dere eine Einwirkung, Affektion zu erleiden ^). Ferner ob dieVernunft selber denkbar ist. Denn entweder muß die Vernunftden andern Dingen zukommen, wenn sie nicht in Beziehung aufein Anderes, sondern nur für sich denkbar ist, das Gedachte aberder Form nach Eins ist, oder sie muß etwas Anderes an sichhaben, was sie denkbar macht, wie das Andere.

Was nun die erste Frage betrifft, so findet ein Leiden undWirken statt in Beziehung auf ein Gemeinsames, die Vernunftaber, wie oben gesagt wurde, ist nur der Potenz nach das Denk-bare, der Aktualität nach aber ist sie nichts, ehe sie denkt §). Manmuß sich die Sache vorstellen, wie bei einem Buch, in welchemnoch nichts wirklich steht; dasselbe ist auch der Fall bei der Ver-nunft. Was sodann die zweite Frage anbelangt, so ist dieVernunft denkbar, wie überhaupt das Denkbare. Nemlich bei

') Als Größe gedacht ist.

2) Nemlich ihrem Begriff »ach.

"> Beim Dcnlen ist etwas, was wirkt lder Eegenstandl, und was leidet <daSDenken). Wirkendes und Leidendes aber müssen der Gattung nach einander gleich,der Art nach verschieden fein.

") Nach Torstrik: ^ ro rrreagier' xae reviken x«r« xoexor' re

o rir xovx, kstiere» TiviL rare r«

voizrcr xr^. Wenn die Vernunft vor dem aktuellen Denken nichts ist, so kannauch nichts Gemeinsames im bezeichnet?» Sinn vorhanden sein.