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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
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diesen drei Arten der Wahrnehmung ausgeht. Die erste Stufeder Einbildung ist wahr, indem die Wahrnehmung neben ihrsteht; die beiden andern Stufen können falsch sein, mag nun dieWahrnehmung dabei sein oder nicht, und ganz besonders, wennder Gegenstand der Wahrnehmung ferne ist.

Trifft nun das Gesagte auf nichts anderes zu als auf dieEinbildung, so hätte man diese dahin zu bestimmen, daß sie eineBewegung ist, welche von der aktuellen Wahrnehmung hervorge-rufen wird. Da aber das Gesicht in ganz besonderer WeiseWahrnehmung ist, so hat die Einbildung auch den Namen vomLicht') bekommen, weil man ohne Licht nicht sehen kann. Undweil die Einbildungen an den Wahrnehmungen festhaften undihnen gleichartig sind, so sind sie die Ursache von vielem, was dieGeschöpfe thun, die einen, sofern sie keine Vernunft haben, wiedie Thiere, die andern, weil die Vernunft bisweilen durch Leiden-schaft oder Krankheit oder Schlaf umhüllt wird, wie es bei denMenschen der Fall ist.

Soviel über Wesen und Ursprung der Einbildungskraft.

Viertes Kapitel.

Der Geist oder die Vernunft, (r/oöx.)

WaS den Theil der Seele betrifft, durch welchen die Seeledenkt und erkennt, ob er getrennt 2) ist oder nicht nemlichungetrennt dem Begriff, nicht der Größe nach so müssen wirnun hierüber die näheren Bestimmungen in's Auge fassen unduntersuchen, auf welche Weise denn eigentlich das Denken zuStande kommt. Ist nun das vernünftige Denken offenbar etwasdein Wahrnehmen Analoges, so muß es entweder ein Afficirt-werden durch das Denkbare sein oder etwas dem Aehnliches. So-mit muß die Vernunft nach ihrem eigentlichen Wesen nicht-affi-

'> mit welchem i» der Wurzel zusammenhiingt.

2) Vom Körper.