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Sache folgendermaßen ansehen: Wenn das und das sich bewegt,so kann von demselben etwas Anderes bewegt werden; die Ein-bildung nun scheint eine Bewegung zu sein und zwar eine solche,welche nicht ohne Wahrnehmung vor sich geht, sondern nur beiwahrnehmenden Wesen und in Beziehung auf dasjenige, wasGegenstand der Wahrnehmung ist; es kann ferner eine Bewegungentstehen durch die Aktualität der Wahrnehmung und diese Be-wegung muß nothwendig der Wahrnehmung gleichartig sein; hie-nach wäre diese Bewegung eine solche, welche weder ohne Wahr-nehmung möglich ist, noch bei nicht wahrnehmenden Wesen vor-kommt, und dasjenige, welches dieselbe hat, kann in Beziehungauf dieselbe vieles wirken und leiden und dieselbe kann wahr undfalsch sein. Das letztere ergibt sich aus folgender Betrachtung:Die Wahrnehmung der jedem Sinn eigenthümlichen Gegenständeist wahr oder hat doch wenigstens nur ein sehr geringes Mußvon Unwahrheit. Eine zweite Art von Wahrnehmung bezieht sichauf das, was in accidentcller Weise diesem Eigenthümlichen au-haftet "), hier ist bereits eine Täuschung möglich; denn daß etwasweiß ist, darüber täuschen wir uns nicht, ob aber das Weißedieses oder jenes ist, darüber können wir uns täuschen. — Diedritte Art der Wahrnehmung bezieht sich auf das Allgemeine,was mit den Eigenschaften jener eigenthümlichen Dinge verbundenist, ich meine z. B. Bewegung, Größe und dergleichen; in Betreffdieser allgemeinen Begriffe ist es am ehesten möglich, daß dieWahrnehmung der Täuschung unterworfen ist^). Die Bewegungnun, welche von der Aktualität der Wahrnehmung ausgeht, wirdebenfalls solche Unterschiede in sich befassen, indem sie ja von
^ Nach Torstrik rov ö roilrorx. s. überhaupt dessen kritische
Bemerkung.
2) Arist. unterscheidet drei Stufen oder Arten der Wahrnehmung: 1. Wahr-nehmung der Dinge, welche eigentlich Gegenstand der Sinne sind, z. B. des Meistenals solchen; 2. desjenigen, welches accidentell mit dem Weißen verbunden ist, z. B.ob das Weiße Mensch, HauS u. s, w. ist; 0. Wahrnehmung allgemeiner Bestimmungendesselben. Bei jeder höheren Stufe nimmt die Zuverlässigkeit der Wahrnehmung ab.Ganz analog verhält sich's mit der Einbildung, welche auf die Wahrnehmung inihren verschiedenen Stufen und Arten basirt ist und ohne sic nicht gedacht wer-den kann.