fähig sein, beiderlei Gegenstände wahrzunehmen, z. B. wenn dasSinnesorgan aus Luft besteht °), so geht die Luft sowohl auf denSchall als auf die Farbe; wenn aber — nnd dieß ist der andereFall — mehrere Elemente auf Einen und denselben Gegenstandgehen, wie z. B. Luft und Wasser auf die Farbe, sofern beideElemente durchsichtig sind, so wird auch derjenige, welcher nur daseine oder andere von diesen Elementen hat, doch alles wahrnehmen,wofür beide das Medium sind; es sind aber Luft und Wasser dieeinzigen Elemente, aus welchen Sinnesorgane bestehen können;denn die Pupille gehört dem Wasser an, das Gehör der Luft,der Geruch aber dem einen oder andern von beiden ; das Feueraber gehört entweder zu keinem Sinn, oder es ist allen gemein-sam, sofern ja nichts ohne Wärme wahrnehmen kann; die Erdeendlich ist entweder nirgends oder ist sie am ehesten mit deinTastsinn in eigenthümlicher Weise vermischt: somit ergibt sich,daß kein Sinnesorgan ist ohne Wasser und Luft, diese aber habenja auch einige Thiere. Also sind alle Sinneswahrnehmungen imBesitz der nicht unvollkommenen oder verstümmelten Geschöpfe, wiedenn auch der Maulwurf offenbar unter der Haut Augen hat.Aus dem Allen: folgt nun dieß: wenn es nicht sonst noch einenKörper gibt, und wenn es nicht eine Bestimmtheit gibt, welche zukeinem unsrer sinnlichen Körper gehört, so fehlt uns kein Sinn
>) D. h. als Medium die Luft hat.
2) Wozu SimpliciuS bemerkt: bei uns ist Medium dis Lust, bei den Fischendas Wasser.
Zum Vorstehenden bemerkt Torstrik: „Vläotur post ^rlstotolsin nomo baueüswovotrationom intslloxisso; viäoautnr Limplioins, vdiloxonus, Sopbonias, Llg-xanäor, ^vsrross, llulius vaeius, äoniguo llrsuäslsndurglus. ktso exo intoMgo."Der Syllogismus ist sehr verdunkelt durch die Einschicbungen und kommt zuletztnicht aus das hinaus, was bewiesen werde» sollte, nemlich daß kein Sin» denkbarsei außer den sünfen. Statt dessen gelangt Artst. zu dem Schlüsse, daß uns keinSinn sehlt. Allein dieß ist nicht identisch mit jenem elfteren. — Der Gang desSyllogismus ist ungefähr folgender: Was unmittelbar, ohne Medium, wahrge-nommen wird, ist Sache des Tastsinns (und Geschmacks) und dieses haben wir.Was durch Medien «ahrgenommen wird, durch Luft und Wasser, ist Sache desGehörs, Gesichts und Geruchs. Diese Sinne haben wir auch. Also sehlt uns keinSinn, wenn es nicht noch andre Körper gibt, welche uns unbekannt sind. — Ab«?