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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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Drittes Buch.

Erstes Kapitel.

Beweis, daß es nicht mehr als fünf Sinne geben kann und daß auchfür das Allgemeine kein weiterer Sinn nöthig ist, daß aber auch andrer-seits ein einziger Sinn nicht genügen würde.

Daß es keine weitere Wahrnehmung gibt außer den fünfen,welche wir angeführt haben, nemlich Gesicht, Gehör, Geruch,Geschmack, Tastsinn, davon kann man sich überzeugen, wenn manfolgendes erwägt. Von allem dieß setzen wir voraus wo-für der Tastsinn der entsprechende Sinn ist, haben wir auch wirk-lich eine Wahrnehmung (denn alle Eigenschaften des Tastbarenals solchen nehmen wir wahr vermittelst des Tastsinns); wenn nunferner eine Sinneswahrnehmung uns fehlte, so müßte nothwendigauch ein Sinnesorgan uns fehlen; was wir nun aber durch Be-rührung unmittelbar wahrnehmen, das ist eben Gegenstand desTastsinns und diesen haben wir ja; was wir aber durch ein Me-dium hindurch und nicht unmittelbar selbst durch Berührung wahr-nehmen, das nehmen wir wahr durch die einfachen Körper, ichmeine durch die Elemente Luft und Wasser; hier sind nun zweiFälle möglich: wenn durch Ein Element mehrere Gegenständewahrnehmbar sind, welche von einander der Gattung nach verschie-den sind, so muß derjenige, welcher ein solches ) Sinnesorgan hat,

>) Auf dem betreffenden Element beruhendes.