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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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i>. h. z. B. Luft oder Wnsser hindurch, denn auch die Wasser-thiere scheinen den Geruchssinn zu haben ohne Unterschied, mögensie Blut haben oder nicht, wie auch die in der Luft lebendenThiere, indem ja auch einige von den letzteren schon von weitemzur Nahrung herbeikommen, wenn sie in die Niechweite derselbengelangt sind.

Es scheint nun darin eine Schwierigkeit zu liegen, daßwie doch wohl anzunehmen ist alle Thiere riechen ohne Unter-schied, wöhrend der Mensch zwar wohl riecht, wenn er einalhmet,nicht aber wenn er ausathmet oder den Athem anhält, weder ausder Nähe noch ans der Ferne, ja nicht einmal dann, wenn manden betreffenden Gegenstand innen auf das Nasenloch legt. Wasnun freilich den letzteren Punkt betrifft, daß ein Ding nicht mehrWahrnehmbar ist, wenn man es unmittelbar auf das Sinnesorganlegt, so ist das allen Thieren gemein, daß aber ohne Einziehendes Athems kein Riechen stattsindet, das ist den Menschen eigen-thümlich. Man darf's nur Prokuren, um die Sache sich klar zumachen. Also die blutlosen Thiere, die ja keinen Athem einziehen,müßten irgend eine von den bisher genannten verschiedene Wahr-nehmung haben. Dieß ist aber unmöglich, wenn sie doch denGeruch wahrnehmen, denn Geruch ist eben Wahrnehmung desRiechbaren, sei es nun angenehm oder unangenehm zu riechen.Ueberdieß macht man ja auch die Bemerkung, daß solche Thierezu Grund gehen durch dieselben starken Gerüche wie der Mensch,z. B. durch den Geruch des Asphalts, des Schwefels und ähn-licher Stoffe. Es ist also nothwendig, daß sie riechen, aber so,daß sie dabei nicht athmen. Es scheinen aber in Beziehung aufdieses Sinnesorgan die Menschen sich von den übrigen Thierenin ähnlicher Weise zu unterscheiden, wie sie sich in Beziehung aufdie Augen unterscheiden von den hartäugigen Thieren: währendnemlich die Augen der Menschen eine Verzäunung haben, undeine Art von Deckel in den Augenlidern, welche man bewegenund cmporziehen muß, um sehen zu können, haben die hartäugigenThiere nichts dergleichen, sondern sie sehen im Durchsichtigen dieGegenstände unmittelbar. So ist es nun auch bei dem Nicch-organ: während dasselbe nemlich wie die Augen bei den Einen