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brochenem Fluß bis zum Gehör hin. Mit dem Gehör aber istLuft von Natur verwachsen, und weil so das Gehör in der Luftist, mit Luft erfüllt ist, so wird bei der Bewegung der äußerenLuft auch die innere bewegt. Dieß ist auch der Grund, weßhalbdas Thier nicht in allen seinen Theilen hört, die Luft dringt janicht durch alle Theile hindurch und das Thier hat nicht in allenTheilen Luft, sondern diese ist nur in dem Theil, welcher bewegtwerden soll und schallfähig ist ^), Die Lust selbst ist offenbartonlos, weil sie so leicht verfliegt; wenn man sie aber hindert amVerfliegen, so ist ihre Bewegung der Schall. Die im Ohr be-findliche Luft aber ist in dieses eingefügt so, daß sie unbeweglichsein soll, um alle Unterschiede der Bewegung genauer wahrneh-men zu können. Deßhalb hören wir auch im Wasser, weil diesesnicht bis zu der mit dem Ohr verwachsenen Lust hineindringt, janicht einmal in das Ohr, wegen der vielen Windungen desselben.Sobald aber das Wasser hineindringt, hört man nicht mehr; auchnicht, wenn das Trommelfell krank wird, gerade wie wenn dieHaut über der Pupille krank wird. Ein Zeichen davon, ob manhört oder nicht, ist auch das, daß das Ohr immer braust wieein Hor»b); denn die im Ohr befindliche Luft hat immer eineihr eigenthümliche Bewegung, aber der Schall ist ein fremder undnicht ihr eigenthümlich. Und deßhalb sagt man, wir hören ver-mittelst des Leeren und des Brausenden^), weil wir hören ver-mittelst desjenigen, welches die Luft abgegrenzt in sich hat.
Eine weitere Frage ist, welches von beiden töne, ob dasGeschlagene oder das Schlagende? richtiger Wohl beide, nur jedesans eine andere Art; es ist nemlich der Schall eine Bewegungdesjenigen, welches bewegt werden kann auf die Weise, wie dasvom glatten Körper Zurückspringende, wenn man es daran schlägt.Aber wie oben gesagt, nicht Alles tönt, wenn es geschlagen wird
D. h. im Ohr.
2) D. h. relativ, sie ist abgeschlossen siir sich, hat zwar ihre eigene Bewe-gung, aber ist frei von Beunruhigung durch äußere Einflüsse.
-b Las Ohr braust inwendig, wenn man die Oeffnnug mit dem Finger zn-hält, wie es im Innern eines Horns oder einer Muschel braust,g D. h. der Lust und des Ohrs,