hält und nicht gleich verfliegt. Sie schallt daher, wenn sie schnellund stark angeschlagen wird, eS muß nemlich die Bewegung desSchlagenden dem Verfliegen der Luft zuvorkommen, etwa wie wennman auf einen Haufen oder eine Reihe Sandkörner schlägt, welchein schneller Bewegung sind ').
Der Wiederhall aber entsteht, wenn die Luft eins wird ver-mittelst des Gefässes, welches sie einschlicßt und sie hindert, wiederzu verfliegen, und wenn nun diese Luft zurückgeworfen wird wieein Ball 2). Man kann wohl annehmen, daß ein Wiederhallimmer stattfindet, nur ist er nicht immer deutlich. Es ist nem-lich beim Schall genau dasselbe der Fall, wie beim Licht: auchdaS Licht wird ja immer zurückgeworfen (sonst würde gar nichtüberall Licht entstehen, sondern es müßte Finsterniß sein außer-halb des von der Sonne Beschienenen), aber es wird nicht immerso zurückgeworfen, wie vom Wasser oder Erz oder sonst einemglatten Körper, so daß es einen Schatten hervorbrächte, und dies;ist es ja, wodurch wir das Licht bestimmen ^). (Das Leere aberkann mit Recht als Hauptursache des Hörens bezeichnet werden,man kann nemlich die Luft als das Leere annehmen, sie aber istes, welche das Hören bewirkt"). Wenn nun die Luft nicht zu-sammenhängend und Eins ist, sondern ihre lockere Beschaffenheitbehält, so gibt sie keinen Ton, sofern nicht das Angeschlagene glattist. Daun aber wird sie Eins und springt zurück wegen derOberfläche, denn die Oberfläche des Glatten ist Eins.
Den Schall nun Hervorbringen kann das, was fähig ist,die zur Einheit zusammeugeschlosscne Luft zu bewegen in ununter-
p Noch schneller als die schnelle Bewegung der Sandkörner muß die Bewe-gung des Schlagenden sein, wie bei der Luft. Daher nicht nöthig, mit Trendelen-burg in wrrrc aufzulösen.
2) S. über diesen § die krit. Bemerk, von Torstrik. Zurückgeworfeu voneinem festen Körper, nicht, wie man gewöhnlich liest, von der Luft selbst.
") Daß nemlich das Licht seinem Begriff nach einen Schatten hervorbringtdadurch, daß eS von einem beleuchteten Ort auf einen festen refiektirt wird.
Diese Worte unterbrechen den Zusammenhang und ein Leeres wird auchvon Arist. nicht angenommen. Die folgenden Worte, welche gewöhnlich
Xttr gelesen und zum vorhergehenden gezogen werden, sindetwa so zu verändern: k/ 5 , -cr^..