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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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oder schlägt, wie z. B. wenn man mit einer Nadel ans eineandre Nadel schlägt, sonoern das Geschlagene muß eine ebeneOberfläche haben, so daß die Luft als eine geschlossene Masse zu-rückspringt und erschüttert wird.

Die Unterschiede der tönenden Dinge zeigen sich deutlich indem aktuellen Ton; wie nemlich ohne Licht die Farben nicht ge-sehen werden, so wird auch ohne Schall das Scharfe (Hohe) undSchwere (Tiefe) >) nicht gehört. Die letzteren Ausdrücke sind aufdieses Gebiet übergetragen von den Gegenständen des Tastsinns;das Scharfe nemlich bewegt die Sinneswahrnehmung in kurzerZeit stark, das Schwere in langer Zeit schwach. Es ist alsonicht das Scharfe selbst schnell, noch das Schwere langsam, son-dern es wird nur die Bewegung des einen so wegen der Schnellig-keit, die des andern wegen der Langsamkeit^). Man kann hierineine Analogie finden mit dem, was für den Tastsinn spitzig undstumpf ist, das Spitzige nemlich sticht gewissermaßen, das Stumpfeaber stößt eigentlich, weil das erstere in kurzer, das letztere inlanger Zeit eine Bewegung hcrvorbringt, so daß das schnell- undlangsam-sein etwas Accidentelles ist. Soviel über den Schall imallgemeinen.

Die Stimme ist eine Art von Schall und zwar Schall einesbeseelten Wesens; von den unbeseelten Wesen nemlich hat keinesStimme, sondern es wird dieser Ausdruck nur vergleichungsweiseauf sie angcwendet, wie etwa auf eine Flöte, eine Leier und andrennbeseelte Dinge, welche Modulation, Harmonie und Artikulationder Töne Habens; denn das sind Eigenschaften, welche man auchder Stimme füglich beilegen kann. Allein viele Thiere haben

Was Potenziell einen hohe» oder tiefen Ton enthält.

2) Dich ist wohl so zu verstehen: der potenziell einen scharfen oder hohe»Ton in sich enthaltende Gegenstand ist nicht selber schnell, fondern nnr der To»desselben ist ei» schneller, wenn er aktuell wird, wie auch ein spitziger Gegenstandnicht selbst schnell ist, sondern nur der stechende Eindruck, welchen er hcrvorbringt.Die Schnelligkeit ist somit etwas Accidentelles.

3) Wie eine Flöte, welche mannigfaltige Töne nach bestimmter harmonischerReihenfolge von sich gibt, opp. z. B. eine Pauke, welche qualitativ immer denselbenTon hat,