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gehören scheint. Von solcher Art ist auch das Durchsichtige, abernicht wann es aktuell, sondern nur wann es potenziell ') durchsichtigist; denn das nemliche Wesen ist bald Finsterniß, bald Licht.Aber nicht Alles ist sichtbar im Licht, sondern nur die eigenthüm-liche Farbe eines jeden Dings; cs gibt nemlich auch Dinge, welcheim Licht nicht gesehen werden, wohl aber in der Finsterniß eineWahrnehmung bewirken, wie z. B. die feurigen Erscheinungenund das Leuchtende 2) (es gibt aber hiefür nicht Eine umfassendeBezeichnung), Pilz, Horn, an den Fischen die Köpfe, Schuppen,Augen, doch sieht man an keinem von diesen Dingen eine eigen-thümliche Farbe ^). — Die Ursache weßhalb diese Dinge in dieserWeise gesehen werden, wollen wir ein andermal erklären, für jetztist soviel klar, daß das, was im Licht gesehen wird, Farbe ist.Daher wird dieses auch nicht gesehen ohne Licht, denn darin be-steht eben das eigentliche Wesen der Farbe, daß sie fähig ist, dasaktuell Durchsichtige zu bewegen, die Aktualität des Durchsichtigenaber ist das Licht. Dafür liegt ein Beweis in folgendem: wennman das, was Farbe hat, unmittelbar an das Auge hält, so kannman es nicht sehen, vielmehr die Farbe bewegt das Durchsichtige,also z. B. die Luft, und von diesem, dem Durchsichtigen, alseinem einheitlich Zusammenhängenden wird das Organ der Wahr-nehmung bewegt.
In dieser Beziehung hat Demokrit^) unrecht mit seinerMeinung: wenn der mittlere Raum leer wäre, so würde selbsteine Ameise, die am Himmel sich befände, genau gesehen werden.Dieß ist ganz unmöglich. Denn das Sehen kommt in der Weise
D. h. nicht erleuchtet.
2) z. B. auch die Gestirne.
') Diese Dinge werden freilich im Licht auch gesehen, aber mit einer andernFarbe, sie haben also überhaupt keine bestimmte, specisische Farbe, gehören dahernicht zu den eigentlichen Licht-Erscheinungen.
S. Zeller 739 (627-: „da der Raum zwischen den Gegenständen undunfern Augen durch Luft ausgefüllt ist, so können die von den Dingen sich ablö-scnden Bilder nicht unmittelbar in unsre Augen gelangen, sondern was diese selbstberührt ist nur die Luft, die von jenen Bildern bei ihrem Ausströmen bewegt undzu einem Abdruck derselben gemacht wirb, und eben daher kommt es, daß die Deut-lichkeit der Anschauung durch die Entfernung leidet."