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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
Seite
68
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aber, was an sich wahrnehmbar ist, ist Wahrnehmbar im eigent-lichen Sinn das Specifische, worauf das Wesen eines bestimmteneinzelnen Sinnes seiner Natur nach sich bezieht.

Siebentes Kapitel.

Vom Gesichtssinn.

Dasjenige, worauf der Gesichtssinn sich bezieht, ist dasSichtbare. Sichtbar aber ist die Farbe und das, was man zwarwohl dem Begriff nach bezeichnen kann, was aber in unsererSprache keine besondere Benennung hat; was wir darunter ver-stehen, wird im Lauf unserer Untersuchung vollkommen klar wer-den. Das Sichtbare also ist Farbe. Diese ist dasjenige, wasan dem an und für sich Sichtbaren sich befindet'); dasAn undfür sich" verstehe ich hier nicht dem Begriff nach, sondern nur inBeziehung darauf, daß es die Ursache des Sichtbarseins in sichselbst hat. Jede Farbe nun ist fähig, das aktuell Durchsichtigezu bewegen, und darin besteht das eigentliche Wesen der Farbe.Darum ist nichts sichtbar ohne Licht, sondern jede Farbe einesjeden Dings wird im Licht gesehen. Deßhalb müssen wir zuerstnäher erklären, was das Licht ist. Das Licht ist etwas Durch-sichtiges. Unter durchsichtig aber verstehe ich das, was zwar sicht-bar ist, aber nicht schlechthin durch sich selbst sichtbar, sonderndurch eine fremde Farbe. Von solcher Beschaffenheit ist die Luft,das Wasser und viele feste Körper; denn nicht das Wasser alssolches und die Luft als solche sind durchsichtig, sondern sie sindes, weil in beiden eine Natur inwohnt, welche identisch ist mitderjenigen, welche auch in dem ewigen oberen Körpers wohnt.Die Aktualität dieses Durchsichtigen als solchen ist Lichts. In

D. h. die Oberfläche desselben.

2) Das durchsichtig« ist die Luft, aktuell durchsichtig ist sie, wenn sic erleuch-tet ist.

2) Dem Himmel.

4) Vielleicht ist (nach Lrendelenburg) nach ein xal einzuschieben;

dann hieße es: die Aktualität dieses Himmels wie des Durchsichtigen ist Licht,