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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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Sechstes Kapitel.

Von dm Gegenständen der sinnlichen Wahrnehmung.

Wir müssen mm zunächst in Beziehung auf jede Art vonsinnlicher Wahrnehmung von dem Wahrnehmbaren reden. DasWahrnehmbare ist in dreierlei Weise zu verstehen: in zweien vondiesen Fällen, sagen wir, nehmen wir die Dinge wahr an sich,im dritten Fall nur Imxlioibs, in accidenteller Weise. Von denzwei ersten Gattungen von wahrnehmbaren Dingen gehört dieeine irgend einem einzelnen Sinn specifisch an, die andre ist allenSinnen gemeinsam. Unterspecifisch angehörend" verstehe ichdasjenige, was mit keinem andern Sinn wahrgenommen werden kannund in Betreff dessen eine Täuschung nicht möglich ist, wie z. B.das Gesicht der Sinn ist für die Farbe, das Gehör für denSchall, der Geschmack für die Empfindung der Speisen, wogegender Tastsinn mehrfach unterschiedene Beziehungen hat >). Jedereinzelne Sinn urtheilt über die betreffenden Gegenstände undtäuscht sich nicht darüber, daß cs z. B. Farbe ist und nicht einSchall, wohl aber ist Täuschung möglich darüber, was das Far-bige ist oder wo es ist. Derartige Dinge also bezeichnen wir alsirgend einem Sinn specifisch angehörig, gemeinsam aber sind Be-wegung, Stillstand, Zahl, Figur, Größe; derartige Gegenständeder Wahrnehmung sind nicht Einem Sinn specifisch eigen, sondernsie sind allen Sinnen gemeinsam; denn z. B. eine Bewegung istwahrnehmbar sowohl vermittelst des Tastsinns als vermittelst desGesichtssinns.Accidentell wahrnehmbar" heißt etwas in demFall, wenn z. B. das Weiße der Sohn des Diares ist, denn dasletztere nehme ich nur in accidenteller Weise wahr, sofern demWeißen, welches ich wahrnehme, das zukommt, daß es Sohn desDiares ist. Darum werde ich auch in keiner Weise afficirt vondem accidentell Wahrgenommenen als solchem. Von demjenigen

U Wohl mit Recht nimmt Lorstrik nach ckt»:Pop«c eine Liicke an, damit dem folgenden a/lli« nichts zu thun haben kann.

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