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möglich, daß die Punlte von den Körpern getrennt und abgelöstwerden, wenn doch die Linien nicht in Punkte getheilt werden ^)?
Fünftes Kapitel.
Die Seele erklärt aus elementaren Bestandtheilen.
Bei dieser Ansicht?) ergeben sich, wie gesagt, zweierleiSchwierigkeiten: einerseits fällt diese Theorie zusammen mit derBehauptung, die Seele sei ein aus feinen Theilen bestehender Kör-per, andererseits mit dem, was Demokrit darüber sagt, daß dasThier von der Seele bewegt werde. Denn wenn die Seele indem ganzen wahrnehmenden Körper ist, so müssen nothwendig zweiKörper an einem und demselben Orte sein, wenn nemlich die Seeleein Körper ist, und bei der Annahme, daß sie eine Zahl sei,müssen in Einem Punkte viele Punkte sein und es muß jederKörper eine Seele haben, wenn diese nicht eine von den im Kör-per befindlichen Punkten verschiedene, eine ganz andere Zahl ist.Es ergibt sich so, daß das Thier von der Zahl bewegt wird, inder Weise, in welcher sie — was schon bemerkt wurde — nachDemokrit dasselbe bewegt; denn was macht es für einen Unter-schied, ob man von kleinen Kügelchen oder großen Monaden redetoder überhaupt von bewegten Monaden? In beiden Fällen ist esja nothwendig, daß sie das Thier bewegen dadurch, daß sie selbstbewegt werden. Diese und viele andere Schwierigkeiten erhebensich also, wenn man Bewegung und Zahl miteinander verbindet,unmöglich kann man darin eine Definition der Seele finden, jaes 3) ist nicht einmal etwas der Seele Accidentelles. Dieß wirdklar, wenn man versucht, aus diesem Begriff die Affektionen undFunktionen der Seele zu erklären, wie z. B. Gedanken, Wahr-
>) Die Linien entsprechen hier dem Körper; so wenig nun eine Linie inPunkte sich auslösen läßt, — denn dieß ist nur in abstracto möglich — so wenigkönnen die Punkte des Körpers, welche die Seele auSmachen sollen, vom Körperabgelöst werden.
Der eben besprochenen Anstcht des LenokrateS, wornach die Seele eine sichselbst bewegende Zahl ist.
3) Nemlich Bewegung und Zahl oder die sich bewegende Zahl.