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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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H sache oder eine ähnliche. Dieß erfolgt theils so, daß einiges in

E Beziehung auf deu Ort bewegt wird, theils so, daß die Bewe-

l gung in der Weise einer Verwandlung vor sich geht. Was es> aber näher damit für eine Bewandtniß hat, und wie es zu denken

- ist, gehört nicht hieher.

Wenn man sagte, die Seele werde zornig, so wäre das ge-rade, wie wenn man sagte, die Seele webe oder baue, es wirdwohl richtiger sein zu sagen: der Mensch vermittelst der Seele,als die Seele fühle Mitleid, erkenne oder denke, dieß aber nicht^ so, als ob in der Seele die Bewegung wäre, sondern so, daß die

< Bewegung bald bis zu ihr hingeht, bald von ihr weg, also z. B.

s die Wahrnehmung von dem und dem Gegenstand aus '), die Er-innerung dagegen von der Seele ans zu den Organen der Wahr-s nehmung hin, so daß diese entweder sich bewegen oder sich ruhigi verhalten 2).

Der Geist aber, welcher in uns wohnt, scheint eine Sub-stanz, ein reales Wesen zu sein und nicht zu Grund zu gehen.Am ehesten würde er etwa zu Grunde gehen in Folge der im, Alter eintretenden Schwäche, aber es ist da vielleicht derselbe Fall,

^ wie bei den Sinnesorganen: wenn nemlich ein alter Mann ein

so und so beschaffenes Auge bekäme, so würde er so gut sehen

- wie ein junger. Woraus denn folgt, daß das Alter schwächt nicht

ls dadurch, daß der Seele etwas widerfährt, sondern demjenigen, in

. welchem sie sich befindet, d. h. dem Körper, gerade wie es bei der

' Trunkenheit oder in Krankheiten der Fall ist. Und was dasi reine Denken und Betrachten betrifft, so erleidet dieß eine Schwä-: chung, weil irgend etwas anderes innen zu Grunde geht, wäh-

§

Dies der erste» der zwei genannten Fälle: in der Wahrnehmung gehteine Bewegung von den sinnlichen Gegenständen zu der Seele hin.

2) Die Erinnerung, welche von der Seele ausgeht, wirkt auf die Sinne undGlieder, z. B. eins furchtbare Erinnerung macht starr, eine freudige bringt inAufregung u. dergl.

5) Geist, Vernunft, ^orlx, verschieden vonSeele", das Denkvermögen, so-fern es sich auf das unsinnliche bezieht, dis höchsten Principien in unmittelbarerErkenntniß erfassen kann.

Etwas was dem leiblichen Auge entspricht, eine Art von geistigem Auge,Aristoteles' Schrift über die Seele, ö