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Ferner liegt aber auch gar keine Glückseligkeit in dem, was nichtmit Leichtigkeit, sondern mit Gewalt geschieht; ist also die Bewe-gung der Seele nicht eine solche, welche ihrem Wesen zukommt,so würde diese Bewegung gegen die Natur gehen '). Und zudemist es etwas Lästiges, wenn die Seele mit dem Körper eng ver-bunden ist, ohne sich von ihm trennen zu können, es ist dieß einZustand, vor welchen: man fliehen muß, wenn es ja doch für denGeist besser ist, nicht mit einem Körper verbunden zu sein, wieman 2) gewöhnlich sagt, und womit die Meisten einverstandensind. — Man sieht aber auch gar keine Ursache ein, warum derHimmel sich im Kreis bewegen soll, denn das Wesen der Seeleist nicht die Ursache der Kreisbewegung, — vielmehr, daß sie sobewegt wird, ist für sie etwas Aeußerliches — noch liegt die Ur-sache im Körper, vielmehr ist noch eher die Seele die Ursache fürdie Bewegung des Himmels. — Und ferner kann man auch nichtbehaupten, daß es so besser sei^); nun hätte der Grund, weßhalbdie Gottheit der Seele die Kreisbewegung anerschaffen hätte, ebender sein müssen, daß es für sie bester wäre, sich so zu bewegen,als anders. Indessen, da diese Untersuchung mehr mit andernwissenschaftlichen Fragen zusammenhängt, so wollen wir sie fürjetzt ans sich beruhen lassen.
Eine weitere Ungereimtheit ergibt sich bei dieser Untersuchung,sowie bei den meisten die Seele betreffenden Theorieen: man ver-knüpft die Seele mit einem Körper, in welchem sie wohnen soll,ohne irgend eine genauere Bestimmung hinzuzufügen, was die Ur-sache einer solchen Verknüpfung ist und wie sich der Körper dabeizu verhalten hat. Nun aber sollte man doch denken, daß einesolche Bestimmung unumgänglich nothwendig wäre; denn die Ge-meinschaft ist cs ja, weßhalb das eine wirkt, das andere auf sichwirken läßt, das eine bewegt, das andere bewegt wird, von dem
t) Plato erklärt die Bewegung der Seele für eine selige Bewegung, was st-ader nicht sein lann, wenn die Seele, die individuelle wie die Weltseele, gewaltsambewegt wird. S. den Anfang des Kap.
2) Auch Plato selbst.
Reinlich wenn die Seele sich bewegt, als wenn sie ruhig bleibt.
D. h. im Kreis.